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RüstungsunternehmenArmin Papperger bleibt CEO von Rheinmetall

Der Aufsichtsrat hat den Vertrag des Rheinmetall-Chefs bis zum Ende des Jahrzehnts verlängert. Wegen des starken Wachstums erweitert das Gremium zudem den Vorstand des Rüstungsunternehmens.Roman Tyborski 07.11.2024 - 10:05 Uhr Artikel anhören
Armin Papperger: Sein Vertrag wird bis Anfang 2030 verlängert. Foto: REUTERS

Düsseldorf. Der Aufsichtsrat von Rheinmetall hat in einer Sitzung am Mittwoch den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger um weitere fünf Jahre verlängert. Papperger, der seit 2013 Chef von Rheinmetall ist, wird damit bis Ende der 20er-Jahre an der Spitze von Deutschlands größtem Rüstungskonzern stehen.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die darauffolgende Wiederaufrüstung in Europa hat Rheinmetall innerhalb kürzester Zeit zu einem enormen Wachstum verholfen. In diesem Jahr wird das Unternehmen erstmals in der Geschichte einen Jahresumsatz von über zehn Milliarden Euro erzielen. Bis Jahresende rechnet Rheinmetall zudem mit einem Auftragsbestand von rund 60 Milliarden Euro.

Aufgrund des rasanten Wachstums hat der Aufsichtsrat daher auch eine Erweiterung des Vorstands beschlossen. Rene Gansauge, Leiter der Waffen- und Munitionssparte, wird in den Vorstand berufen und in der neu geschaffenen Position als Chief Operation Officer das operative Geschäft von Rheinmetall leiten. In dieser Rolle werde er eine unternehmensweite Angleichung und Verbesserung der Produktions- und Organisationsprozesse vorantreiben, teilte das Unternehmen mit.

Rheinmetall-Vorstand wächst von drei auf vier Personen

Der 51-jährige Gansauge hat seine gesamte bisherige Laufbahn beim Düsseldorfer Dax-Konzern verbracht. 2005 stieg er in die Finanzabteilung der Autozulieferersparte von Rheinmetall ein. 2023 wechselte Gansauge als Leiter des Waffen- und Munitionsgeschäfts in die Rüstungssparte des Unternehmens. Mit Gansauge wächst der Vorstand von drei auf vier Personen.

Innerhalb des Vorstands gibt es zudem einen personellen Wechsel. Finanzchefin Dagmar Steinert wird zum Ende des Jahres ihren Posten niederlegen. Für sie rückt Klaus Neumann nach, bisher Bereichsleiter der Buchhaltung von Rheinmetall. Die Personalverantwortung im Vorstand bleibt bei Ursula Biernert, die im Oktober dieses Jahres bei Rheinmetall eingestiegen ist.

Rüstung

„Kiew darf nicht verlieren“ – Die großen Pläne des Rheinmetall-Chefs

Die Vertragsverlängerung von Papperger unterstreicht die Bedeutung des 61-Jährigen für den Rüstungskonzern. Der gebürtige Bayer hat ambitionierte Wachstumspläne für Rheinmetall. Noch während seiner Amtszeit soll sich der Umsatz von Rheinmetall von zehn auf 20 Milliarden Euro verdoppeln. Vor allem die hohe Nachfrage nach Artilleriemunition in Europa und in der Ukraine sowie zahlreiche Aufträge im Panzer- und Flugabwehrbereich treiben den Umsatz in die Höhe.

Für Aufsehen sorgte in diesem Jahr vor allem das mit dem italienischen Rüstungsunternehmen Leonardo geschlossene Joint Venture für den Bau von Kampfpanzern des Typs Panther KF 51, eine Eigenentwicklung von Rheinmetall. In den USA wiederum bemüht sich Rheinmetall um milliardenschwere Aufträge für Militärtransporter sowie für das Nachfolgemodell des Schützenpanzers Bradley für die US-Streitkräfte.

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Erstpublikation: 06.11.2024, 16:57 Uhr.

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