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Social MediaAustralien will soziale Medien erst ab 16 Jahren erlauben

Nach dem Willen der australischen Regierung soll eine Altersgrenze für soziale Medien gelten. Manche Apps sind von dem geplanten Verbot ausgenommen. 21.11.2024 - 10:36 Uhr Artikel anhören
Ein Smartphone-Bildschirm mit vielen App-Icons: Social-Media-Plattformen müssen Altersbeschränkungen in ihren Nutzungsbedingungen festlegen – sonst drohen Strafen. Foto: Yui Mok/Press Association/dpa

Canberra. Ein Gesetzesentwurf der australischen Regierung sieht das Verbot von sozialen Medien wie Facebook, Tiktok, Instagram und Snapchat für Jugendliche unter 16 Jahren vor.

Der entsprechende Gesetzestext wurde am Donnerstag im australischen Parlament eingebracht, und könnte bereits in den kommenden Wochen verabschiedet werden, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtet. Australien wäre das weltweit erste Land, das ein Mindestalter für Zugang zu sozialen Medien einführt, so AAP.

„Im Wesentlichen wollen wir, dass junge Australier eine Kindheit haben. Wir wollen, dass Eltern Seelenfrieden haben,“ sagte Premierminister Anthony Albanese während der Debatte im Parlament. „Wir wissen, dass soziale Medien sozialen Schaden anrichten,“ sagte Albanese.

Das Gesetzesvorhaben wird von der Opposition unterstützt: Man werde sich „konstruktiv“ einbringen, mit dem Ziel, das Gesetz bereits nächste Woche im Parlament zu verabschieden, sagte der für Kommunikation zuständige Sprecher der Liberalen Partei, David Coleman, laut AAP.

Tech-Konzerne sollen Alter überprüfen

Die Pflicht, das Mindestalter der Nutzer zu überprüfen, soll in Zukunft nicht den Eltern, sondern den Tech-Konzernen und Internetplattformen zufallen. Der Gesetzesentwurf sieht für Unternehmen, die die geplante Mindestaltersvorgabe nicht einhalten, Strafen von bis zu 49,5 Millionen Australische Dollar (rund 30,6 Millionen Euro) vor. Dienste wie Messenger Kids, WhatsApp, Kids Helpline, Google Classroom und YouTube sind von dem Verbot ausgenommen.

Auch britische Regierung erwägt Mindestalter

Die britische der britische Minister für Technologie, Peter Kyle, erwägt ebenfalls ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien.

Zunächst wolle er aber sehen, wie die Regelungen eines neuen Gesetzes umgesetzt würden, so Kyle weiter. Dem Online-Safety-Act zufolge haben Social-Media-Betreiber wie Tiktok, Instagram und Facebook von kommendem Jahr an die Pflicht, ihre Nutzer, insbesondere Kinder und Jugendliche, vor illegalen und potenziell schädlichen Inhalten zu schützen. Dazu gehört auch, selbst bestimmte Altersgrenzen festzulegen und durchzusetzen.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Social-Media-Plattformen müssen Altersbeschränkungen in ihren Nutzungsbedingungen festlegen. Diese liegen aber fast immer unter 16 Jahren – und zumeist sogar bei 13 Jahren. Die Überprüfung ist zudem sehr schwierig.

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In Deutschland gibt es kein allgemeines, gesetzlich festgelegtes Mindestalter für User von sozialen Medien. Theoretisch müssten die Eltern von Jugendlichen unter 16 Jahren der Nutzung zustimmen - jedoch wird dies nur selten verifiziert, zudem können Geburtsdaten bei der Registrierung leicht gefälscht werden.

Dieser Artikel erschien bereits am 07.11.2024. Der Artikel wurde am 21.11.2024 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

dpa
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