Templeton Growth Fund: „Es war schmerzhaft, Nvidia nicht zu haben“
Frankfurt. Der Templeton Growth Fund wurde vor 70 Jahren aufgelegt und gehört zu den ältesten Fonds weltweit. Zu seiner Blütezeit vor der Finanzkrise war er 46 Milliarden Dollar schwer und das bekannteste Produkt des US-Hauses Franklin Templeton. Doch der Börsencrash 2008 beendete die Erfolgsgeschichte.
Peter Sartori, der seit fünf Jahren zum Fondsmanagement-Team gehört und im neuen Jahr dessen Leitung übernimmt, erklärt das vor allem damit, dass der Fonds lange Zeit nicht in die Growth genannten Wachstumswerte investiert hat.
Das verwundert angesichts des Fondsnamens auf den ersten Blick. Doch Franklin-Templeton-Gründer Sir John Templeton verstand unter Growth schlicht das Kapitalwachstum der angelegten Gelder. Um das zu erreichen, setzte er auf unterbewertete, sogenannte Value-Aktien. Doch seit fünf Jahren steuert der Fonds um.
„Wir achten anders als früher jetzt auch auf die Wachstumsperspektiven der Unternehmen“, sagt Sartori. Eine Aktie, die aus aktueller Sicht hoch bewertet sei, könne trotzdem unterbewertet sein. „Und zwar dann, wenn das Unternehmen seine Gewinne in den nächsten fünf oder zehn Jahren deutlich steigert.“ Konkret bedeutet dies, dass der Templeton Growth Fund deutlich mehr in den USA und in Tech-Aktien investiert. Aber nicht nur das.