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Ex-Eon-Chef Johannes Teyssen„Es gibt große Zweifel an Deutschland“

Der frühere Chef des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, fordert im Interview grundlegende Reformen mit Blick auf die „Gruselbürokratie“, Renten und Bürgergeld. Laufende Atomkraftwerke abzuschalten, hält er für „bekloppt“.Catiana Krapp, Kirsten Ludowig 30.12.2024 - 11:02 Uhr Artikel anhören
Johannes Teyssen: Der ehemalige Eon-Chef warnt vor dem industriellen Niedergang Deutschlands. Foto: picture alliance/KEYSTONE

Düsseldorf. Deutschland wählt am 23. Februar, und Johannes Teyssen hat eine klare Erwartung: „Die neue Bundesregierung muss aussprechen, dass Deutschland auf der Kippe steht“, fordert der ehemalige Top-Manager im Gespräch mit dem Handelsblatt. Es ist das erste Interview seit seinem  Abtritt als Chef des Energiekonzerns Eon, den er bis März 2021 führte.

Teyssen, der die Beteiligungsgesellschaft KKR als Senior Advisor berät, prophezeit eine „sich leise beschleunigende Deindustrialisierung“ in Deutschland und blickt mit Sorge auf die Zukunft des Industriestandorts. „Grüner Stahl, Batterietechnologie, Halbleiter? Alles abgesagt!“

Der 65-Jährige fordert grundlegende Reformen mit Blick auf die „Gruselbürokratie“, aber auch bei Renten und Bürgergeld. „Ich habe zunehmend den Verdacht, die SPD ist hauptsächlich für die da, die nicht arbeiten wollen“, sagt Teyssen. Olaf Scholz weigere sich, notwendige Prioritäten zu setzen, und wolle lieber nur neue Schulden machen.

Deutschlands Atomausstieg kritisiert Teyssen, seit 2022 Verwaltungsratspräsident des Schweizer Stromproduzenten Alpiq, nach wie vor: „Laufende Atomkraftwerke abzuschalten, war und ist bekloppt.“ Auch die Debatte um die Reaktivierung stillgelegter Meiler hält er für wenig zielführend. „Wenn man erst einmal die Systemtechnologie aus einem Atomkraftwerk ausgebaut hat, ist es extrem schwierig. Und es wären viele neue Genehmigungen nötig.“ Zwar sieht Teyssen weltweit eine Bereitschaft zu moderner Kernenergie, aber „kein vernünftiger Mensch würde hier in Deutschland neue Atomkraftwerke bauen“.

Lesen Sie hier das vollständige Interview:

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