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WirtschaftskriminalitätBritische Polizei deckt internationalen Geldwäsche-Ring auf

Spuren der Geldwäscher führen nach Russland. Kriminelle, Hacker und Spione haben nach Behördenangaben Hand in Hand gearbeitet, um westliche Sanktionen auszuhebeln.Torsten Riecke 04.12.2024 - 19:01 Uhr Artikel anhören
London: Die britische Hauptstadt war angeblich die Drehscheibe für internationale Geldwäsche. Foto: REUTERS

London. Die britische Polizeibehörde National Crime Agency (NCA) hat ein internationales Netzwerk zur Geldwäsche mit Kryptowährungen aufgedeckt. Im Zentrum der sogenannten „Operation Destabilise“ stehen die Firmen Smart und TGR, die nach Angaben der NCA von Russisch sprechenden Personen betrieben wurden.

Das Netzwerk soll es kriminellen Gangs, Oligarchen und sogar dem staatlich kontrollierten TV-Sender Russia Today ermöglicht haben, Geld aus illegalen Geschäften mit Immobilien oder Kryptowährungen zu waschen.

84 Personen wurden verhaftet, 70 davon in Großbritannien. Mehr als 20 Millionen Pfund (knapp 24 Millionen Euro) Bargeld und Kryptowährungen wurden sichergestellt.

Die US-Behörde für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (Ofac) verhängte Sanktionen gegen eine Reihe russischsprachiger Männer und Frauen, die das Geldwäschenetzwerk angeführt haben sollen.

Dazu gehört angeblich auch die Russin Ekaterina Zhdanova, die bereits in Frankreich verhaftet wurde. An der international abgestimmten Aktion waren Polizeibehörden in den USA, Kanada, Frankreich und Irland beteiligt.

„Die Operation hat milliardenschwere Geldwäschenetzwerke aufgedeckt, die auf eine Art und Weise operieren, die den internationalen Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden bisher unbekannt war“, sagte NCA-Direktor Rob Jones. Erstmals seien die Behörden in der Lage, eine Verbindung zwischen russischen Eliten, Krypto-Cyberkriminellen und Drogenbanden auf den Straßen Großbritanniens zu erkennen.

Irisches Drogenkartell war involviert

Von Ende 2022 bis Sommer 2023 soll das Smart-Netzwerk nicht näher bezeichnete russische Spionageoperationen finanziert haben. Zugleich hätten die Geldwäscher russischen Kunden geholfen, britische Sanktionen zu umgehen.

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Auch russische Hackergruppen, die Computer von Unternehmen attackieren, um hinterher Lösegeld zu erpressen, hätten die Geldwäsche genutzt. Zudem wurden Finanztransaktionen offengelegt, die zu Russia Today führen. Involviert sei außerdem das irische Drogenkartell Kinahans.

Das Netzwerk nutzte offenbar Kuriere, um in Großbritannien Bargeld von Kriminellen im Austausch gegen Kryptowährungen abzuholen. Das Bargeld wurde dann über Unternehmen gewaschen und in andere Länder transferiert. Beliebteste Kryptowährung war dabei Tether.

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