Russland: Ukraine erzielt mit weitreichenden Raketen „große Wirkungen“
Berlin. Jahrelang konnte sich die Ukraine nur auf dem eigenen Staatsgebiet gegen russische Angriffe verteidigen. Da feindliche Flugplätze in Russland nicht mit westlichen Waffen angegriffen werden durften, musste gewartet werden, bis Wladimir Putins Bomben über die Grenze geflogen kamen. Dann war es, auch zum Leidwesen von Zivilisten, oft zu spät.
Inzwischen aber wurde bekannt, dass manche westliche Verbündete – allen voran die USA unter Noch-Präsident Joe Biden – der Ukraine eine lange gewünschte Erlaubnis erteilt haben: Zumindest im russischen Grenzgebiet darf nun mit gelieferten, weitreichenden Raketen auf feindliche Stellungen geschossen werden.
Das ist nun ungefähr einen Monat her. Zeit für eine erste Bilanz, die in der Ukraine bereits positiv ausfiel. Medien aus dem besetzten Land berichteten, dass die russischen Attacken mit von Kampfflugzeugen aus abgefeuerten Lenkbomben inzwischen deutlich abgenommen hätten. Besagte ukrainische Statistik reichte jedoch nur bis zum 11. Dezember.
Der Tagesspiegel hat den Ukraine- und Militärexperten Gustav Gressel um eine Einschätzung der Lage gebeten. Er sieht nach der Freigabe für weitreichende Raketen ebenfalls einen messbaren, positiven Effekt – allerdings auch eine Anpassung der russischen Verteidigung.