Geldanlage: Wie deutsche Fondsmanager mit der Anti-Wokeness in den USA umgehen
Frankfurt. Es ist der nächste große US-Arbeitgeber, der dem Druck nachgibt: Am Freitag kündigte der Einzelhändler Target an, Initiativen und Ziele für mehr Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion (Diversity, Equity, Inclusion, kurz DEI) abzuschaffen.
Target folgt damit anderen US-Konzernen, die in den vergangenen Wochen und Monaten Initiativen zurückgeschraubt haben, die als „woke“ gelten. „Wokeness“ bezeichnet eine besondere Wachsamkeit gegenüber Diskriminierungen und Missständen. Konservative Aktivisten und US-Präsident Donald Trump machen seit Längerem Stimmung gegen entsprechende Initiativen.
Anfang Januar hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, Faktenchecks auf den Social-Media-Plattformen des Konzerns in den USA abzuschaffen. Eine Reihe von internen Diversitätsprogrammen sollen zudem eingestellt werden. Andere US-Unternehmen wie Walmart, Lowe’s, Ford, McDonald’s und Amazon hatten in den vergangenen Wochen und Monaten angekündigt, ihre Regeln zumindest teilweise abzuschaffen.
Zwar gibt es Ausnahmen. So forderte etwa Apple seine Aktionäre auf, gegen eine geforderte Abschaffung von Diversitätsprogrammen zu stimmen. Der politische Druck auf US-Unternehmen dürfte aber vorerst bleiben. Vergangene Woche ordnete Trumps Regierung an, alle Büros und Stellen für Diversität und Inklusion bei Bundesbehörden binnen zwei Monaten zu schließen.