Energie: Solarkollaps zu Ostern? Das ist kein Argument gegen Solaranlagen

Deutschland braucht mehr Solaranlagen. Der Rekordzubau von einer Million neuer Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr mit einer Spitzenleistung von 16 Gigawatt ist eine gute Nachricht.
Diese These dürfte derzeit für viele falsch klingen. Denn immer häufiger sorgen Solaranlagen für schlechte Nachrichten.
An sonnigen Tagen kommt es in Deutschland wegen der vielen Photovoltaikanlagen immer häufiger zu einem Überschuss an Solarstrom. Die Strompreise werden dann negativ: Der Markt sucht so dringend nach Abnehmern, dass Stromkunden sogar Geld fürs Stromverbrauchen bekommen. Den Staat kostet das durch die Förderung der erneuerbaren Energien Milliarden.
Auch die Stromnetzbetreiber stehen unter Druck. Der viele Solarstrom bringt die lokalen Netze oft an ihre Grenzen. Sie müssen aufwendig ausgebaut werden und machen die Energiewende teurer.
Und bald könnte es noch schlimmer kommen: Marktexperten warnen vor einem Szenario, bei dem Deutschland so viel Solarüberschuss hat, dass der Strom an einigen Orten abgeschaltet werden muss. Für Bewohner würde sich das anfühlen wie ein stundenlanger Stromausfall.