Psycho-Chatbots: Chatbots heben die digitale Psychotherapie auf eine neue Stufe
Bonn. „Hey! Wie geht es dir?“ – „Ich hatte heute einen echt schlimmen Tag.“ Und schon könnte er starten – der Chat, der Erleichterung, Trost oder erste psychotherapeutische Hilfe bietet soll. Es ist in diesem Fall aber kein Mensch, der hilft, sondern eine Künstliche Intelligenz (KI).
Dass KI-Sprachmodelle grundsätzlich in therapeutischen Situationen bestehen können, zeigt eine aktuelle Studie der Ohio State University. Antworten von ChatGPT seien kaum von denen realer Therapeuten zu unterscheiden, insbesondere in der Paartherapie. Zudem wurden die Aussagen der KI als empathischer bewertet.
Therapeutische Unterstützung per KI versprechen neue Anwendungen, die derzeit getestet werden. Ein Beispiel ist Aury, ein digitaler Begleiter für die psychische Gesundheit. Entwickelt wird das Programm, das in einer Betaversion über WhatsApp zugänglich ist, von den Technikexperten Maximilian Rank und Robert Wasenmüller sowie der Psychologin Saskia Fester.
Der Bedarf an Gesprächspartnern bei Sorgen sei groß, sagt Rank. Und bevor die Nutzer ChatGPT befragen, sei es besser, sie nutzen ein spezialisiertes Tool.