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KodiDiscounter verhandelt mit zwei Bietern über Verkauf

Kodi steckt in der Insolvenz und könnte bald einen neuen Eigentümer bekommen. Verkaufsgespräche seien weit fortgeschritten. Die Angestellten müssen sich aber offenbar nicht sorgen. 06.03.2025 - 12:45 Uhr Artikel anhören
Kodi in Düsseldorf: Der Haushaltswaren-Discounter steht vor dem Verkauf. Foto: Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/

Oberhausen. Der insolvente Discounter Kodi steht mit zwei Bietern in finalen Verhandlungen über einen Verkauf. Eine Entscheidung werde in den nächsten ein bis zwei Wochen fallen, sagte der Sanierungsgeschäftsführer Holger Rhode der Deutschen Presse-Agentur. „Die Gespräche sind weit fortgeschritten.“ Zu möglichen Käufern und zum Kaufpreis wollte er sich nicht äußern.

Kodi beschäftigt nach eigenen Angaben 1.800 Menschen in den Filialen und in der Zentrale. Der weitaus überwiegende Teil der Arbeitsplätze werde voraussichtlich erhalten bleiben, so Rhode. Beide Bieter wollen nach Informationen der dpa alle 230 Filialen der Kette übernehmen. 

Zu den letzten beiden Kaufinteressenten zählen dem Vernehmen nach ein Konsortium, dem auch Kodi-Altgesellschafter Richard Nölle angehört, sowie das Unternehmen Tedi. Der Einzelhändler aus Dortmund wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Tedi hat in Deutschland mehr als 1.900 seiner 3.300 Märkte. Mittelfristig wird international ein Filialnetz von 5.000 angestrebt. Erst im Dezember hatte Tedi 84 Geschäfte des Non-Food-Discounters Pfennigpfeiffer übernommen. Auch andere Wettbewerber wie Action expandieren stark. 

Die Kodi Diskontläden GmbH hatte im November ein Schutzschirmverfahren beantragt - wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Begründet wurde dies auch mit der Kaufzurückhaltung der Kundschaft. Knapp 10 Kodi-Filialen wurden in den vergangenen Monaten geschlossen, nachdem die Mietverträge ausgelaufen waren. In den übrigen Geschäften lief der Betrieb weiter.

Am 1. März wurde das Insolvenzverfahren vom Amtsgericht Duisburg eröffnet. Die Entscheidung über einen Verkauf von Kodi könnte nach Angaben von Rhode voraussichtlich Mitte März im Gläubigerausschuss fallen. Die Gläubigerversammlung findet am 14. Mai in Duisburg statt.

Kodi wurde 1981 gegründet und hat seinen Sitz in Oberhausen. Das Einzelhandelsunternehmen verkauft unter anderem Artikel aus den Bereichen Reinigen, Kochen, Dekorieren, Heimwerken, Textilien und Lebensmittel. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 130 Millionen Euro.

dpa
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