Justiz: Trump macht Top-Anwaltskanzleien in den USA gefügig
Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Anwaltskanzleien und droht, ihnen Staatsaufträge und den Zugang zu Gerichtsgebäuden zu entziehen. 20 Großkanzleien stehen auf einer entsprechenden Liste der US-Regierung, wie Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg zeigen. Dazu zählen auch in Europa beheimatete Anwaltsfirmen wie Freshfields und A&O Shearman, die in den USA expandierten.
Gegenüber fünf Kanzleien hat Trump bereits Verbote verhängt. Es geht um Kritik an Diversitätsprogrammen, aber auch um Vergeltung an politischen Gegnern, wie die Fälle zeigen. Renommierte Großkanzleien wie Paul Weiss und Skadden Arps haben sich fügsam gezeigt und sich mit dem Präsidenten auf Deals im Volumen bis 100 Millionen Dollar geeinigt.
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Andere lehnen solche Abmachungen ab. Die Kanzlei Wilmer Hale hat sich am Wochenende erfolgreich vor Gericht gegen Trumps Dekrete gewehrt. Die Aufregung und die Kritik in der US-Rechtsbranche sind groß – und auch in Europa gehen Sorgen um. Ein einheitlicher Widerstand gegen Trumps Pläne ist aber nicht erkennbar.