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HandelskriegUS-Präsident Trump reißt Zollverhandlungen mit Japan an sich

Japan ist das erste Land, mit dem die USA offiziell konkrete Handelsgespräche begonnen haben. Donald Trump kündigte überraschend seine persönliche Teilnahme an. Ein alarmierendes Signal?Martin Kölling 17.04.2025 - 09:37 Uhr Artikel anhören
Shigeru Ishiba: Japans Premierminister wurde von der Ankündigung Trumps überrascht, dass der US-Präsident persönlich an den Verhandlungen teilnimmt. Foto: via REUTERS

Tokio. US-Präsident Donald Trump hat die Handelsgespräche mit Japan überraschend zur Chefsache erklärt – und damit diplomatisches Protokoll gebrochen. Eigentlich hatte die US-Seite angekündigt, dass Finanzminister Scott Bessent und der Handelsbeauftragte Jamieson Greer die Verhandlungen mit dem engsten Verbündeten der USA am Mittwoch in Washington führen sollten.

Doch während die japanische Delegation bereits auf dem Weg nach Washington war, lud sich Trump plötzlich selbst zu den ersten offiziellen Gesprächen ein – ein klares Signal an die knapp 70 weiteren Staaten, die an einem Zollabkommen mit den USA interessiert sind. Japan ist eines der ersten Länder, die mit den USA in Verhandlungen über Trumps Zölle eingetreten sind. Am Donnerstag folgt die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni, nächste Woche Südkoreas Vertreter.

Trump bezeichnete die Gespräche mit der japanischen Handelsdelegation auf seiner Online-Plattform Truth Social als großen Fortschritt. Weitere Details nannte er nicht. Vor Beginn der Gespräche hatte er verkündet: „Ich werde an dem Treffen teilnehmen. Hoffentlich kann etwas ausgearbeitet werden, das gut (großartig!) für Japan und die USA ist!“

Seine persönliche Teilnahme an den Verhandlungen ist nicht nur ein klarer Bruch mit dem Vorgehen während seiner ersten Amtszeit, als er Handelsgespräche teilweise delegiert hatte. Es ist darüber hinaus auch eine Botschaft an Trumps handelspolitischen Hauptgegner China, der bislang darauf besteht, die Gespräche zunächst auf niedrigerer Ebene zu beginnen.

Doch auch Japan alarmiert Trumps Vorgehen. Gleich nach Trumps Ankündigung berief die japanische Regierung eine Krisensitzung ein, um die neue Lage zu besprechen. Für die älteste Industrienation Asiens steht viel auf dem Spiel.

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