Bundesgesundheitsministerium: So bewerten Karl Lauterbachs Beamte seine Arbeit
Berlin. Als Nina Warken (CDU) Anfang Mai ihr Amt als neue Bundesgesundheitsministerin antritt, nutzt sie die Gelegenheit umgehend zu einer Generalabrechnung. „Die Lage der gesetzlichen Krankenversicherung ist dramatischer als ohnehin angenommen“, sagt Warken. Sie übernehme ein System in „tiefroten Zahlen“.
In der Tat ist die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds unter die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgrenze gefallen. Mitte dieses Monats muss der Bund 800 Millionen Euro zuschießen. Und so sagt Warkens Bezeichnung der Krankenkassen als „Notfallpatienten“ viel über deren Zustand, aber vor allem über das politische Erbe, das ihr Vorgänger Karl Lauterbach (SPD) ihr hinterlässt.