Autoindustrie: Bosch meldet wieder Wachstum – Rendite soll deutlich steigen
Stuttgart. Bosch hat im ersten Quartal 2025 wieder ein Wachstum verzeichnet. Von Januar bis März steigerte der Industriekonzern nach eigenen Angaben seinen Umsatz um vier, in der größten Sparte Autokomponenten sogar um sieben Prozent, gegenüber dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahr strebt Bosch ein organisches Umsatzwachstum zwischen ein und drei Prozent an, die operative Ebit-Rendite soll sich gegenüber 2024 auch deutlich verbessern – obwohl die Nachfrage auf Kernmärkten schwach ist und Risiken durch die US-Zollpolitik bestehen.
„Der Ausblick ist angesichts der volatilen Entwicklungen im Welthandel mit hohen Unsicherheiten verbunden“, betonte Bosch-Chef Stefan Hartung bei der Vorstellung der Bilanz auf dem Forschungscampus in Renningen. So kann der Aufschwung im ersten Quartal auch dadurch erzeugt worden sein, dass Kunden vorsorglich über den Bedarf bestellt haben, um ihre Lager zu füllen und so die Folgen der US-Zölle abzumildern.
Im vergangenen Jahr war der Umsatz von Bosch um 1,4 Prozent auf 90,3 Milliarden Euro gesunken und das operative Ergebnis um 1,7 Milliarden Euro auf 3,1 Milliarden Euro eingebrochen. Die Umsatzrendite sackte auf 3,5 Prozent ab. Im Kerngeschäft mit Autozulieferung verdiente der globale Branchenprimus bei stagnierendem Umsatz 2,1 Milliarden Euro, ein Rückgang um 16 Prozent.