Start-up Fimo Health: Mit Daten gegen die Erschöpfung
Berlin. Als Alexander Krawinkel und Dominik Winter 2019 bei einem Hackathon an einer Biosensorlösung für MS- und Krebspatienten tüftelten, fiel ihnen auf: Viele Betroffene leiden unter Fatigue – einer starken, anhaltenden Erschöpfung.
Die Auslöser sind individuell: Kälte, Hitze oder Stress können sie verstärken. Um diese Zusammenhänge besser zu verstehen, entwickelten die beiden eine App, die relevante Daten erfasst. Während der Coronapandemie richteten sie ihren Fokus zunächst auf Long-Covid-Betroffene – auch sie kämpfen häufig mit Fatigue.
Inzwischen hat das Start-up seine App für den Umgang mit chronischen Leiden auf sechs Erkrankungen ausgebaut. 34 gesetzliche Krankenkassen und private Krankenversicherungen haben Selektiv- und Versorgungsverträge mit dem Digital-Health-Start-up abgeschlossen. Einnahmen generiert das Start-up zudem aus Forschungsprojekten, bei denen die App eingesetzt wird.
Für ein besseres Management der Erschöpfung
Der Umsatz, den das Start-up mit seinen 15 Beschäftigten erwirtschaftet, liegt im „mittleren bis oberen sechsstelligen“ Euro-Bereich, so Krawinkel. Mit Barmenia Next Strategies und dem niederländischen Venture-Capital-Fonds Lumo Labs sind auch zwei Investoren an Bord.