1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. TECH: Ausweis fürs Smartphone kommt in anderthalb Jahren

TECHAusweis fürs Smartphone kommt in anderthalb Jahren

Personalausweis, Führerschein, Kreditkarten: Bis Anfang 2027 soll die digitale Brieftasche für Bürgerinnen und Bürger da sein. Am Anfang dürften aber noch nicht alle Funktionen verfügbar sein. 26.05.2025 - 18:13 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Karsten Wildberger (CDU, r.) im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes auf der Zukunftskonferenz TECH. Foto: Handelsblatt / Foto Vogt GmbH

Heilbronn. Die Entwicklung des neuen digitalen Personalausweises ist Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) zufolge im Zeitplan. „Ich bin sehr ermutigt durch das, was ich von den Teams gesehen habe, die die digitale Brieftasche entwickeln“, sagte Wildberger auf der „Technology Experience Convention“ in Heilbronn. Die Konferenz wird vom Handelsblatt zusammen mit der Digitalsparte der Schwarz-Gruppe ausgerichtet.

Die App soll Wildberger zufolge Ende 2026, spätestens Anfang 2027 verfügbar sein. Eine wichtige Sache sei aber zu beachten: In der digitalen Welt werde kein Produkt auf den Markt gebracht, das perfekt sei. „Wir dürfen nicht zu viel versprechen und können nicht alles am ersten Tag machen“, sagte der frühere Topmanager. Bei der Markteinführung werde es sich um einen Prozess handeln, bei dem nach und nach mehr Funktionen ausgerollt werden.

Der neue digitale Identitätsausweis soll nicht nur dazu dienen, sich online zu identifizieren, sondern Bürgerinnen und Bürgern auch ermöglichen, digital Dokumente zu unterschreiben oder online ein Bankkonto zu eröffnen. Neben der sogenannten e-ID sollen in einer digitalen Brieftasche weitere Dokumente wie der Führerschein, die Gesundheitskarte, Zeugnisse oder der Impfpass gespeichert werden können. Die Nutzung der digitalen Identität ist freiwillig. 

„Da ist alles drin, vom Personalausweis über den Führerschein bis zum Ticket für den öffentlichen Nahverkehr“, sagte Wildberger. Hinzu kämen zum Beispiel Urkunden oder Kreditkarten. „Das ist eine Digitalisierung, die bei den Menschen ankommt und ihnen das Leben leichter macht.“

Das Projekt sei auch wichtig für die digitale Souveränität des Kontinents. „80 Prozent der digitalen Zahlungen in Europa werden von Unternehmen außerhalb der EU abgewickelt.“ Das bedeute, dass täglich hochsensible Zahlungsdaten den Rechtsrahmen der EU verließen. „Wollen wir das? Wollen die Menschen das? Wir müssen dringend Alternativen schaffen, die funktionieren und denen die Menschen vertrauen.“

Angeschoben hatte die Umsetzung des Projekts bereits die Ampelregierung. Das Vorhaben geht auf eine EU-Verordnung zurück, die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis 2027 zumindest eine staatliche Ausweis-Anwendung bereitzustellen. In EU-Ländern wie Estland ist ein digitaler Personalausweis bereits Standard.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt