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KommentarEs sollte mehr Mutmacher in Deutschland geben

Manche Unternehmen gehen bei den Investitionen voran und warten nicht auf die Politik. Wenn die Wirtschaft wieder anspringt, ist man vorn mit dabei – so das Kalkül.Anja Müller 26.06.2025 - 19:29 Uhr
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Bernard Krone, Schwarz-Chef Gerd Chrzanowski, Thomas Schneider (v.l.): Sie investieren hierzulande. Foto: Krone, Hasenkamp, Gene Glover

In den Investitionszahlen war es seit drei Jahren abzulesen, in Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern vielleicht seit zweien: Viele Firmen zögerten mit Investitionen oder erzählten, sie würden lieber anderswo investieren, zum Beispiel in den USA.

Wenn man das zu Ende denkt, kann das aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer langfristig nicht gut sein, wenn in- und ausländische Investoren unseren Standort Deutschland meiden. Auch die Auslandsinvestitionen sind seit 2021 von 150 auf zuletzt 43 Milliarden Euro im Jahr 2024 geschrumpft. Wenn heimische Unternehmer nicht mehr an ihre Heimat glauben, dann tun es internationale erst recht nicht.

In unsicheren Zeiten etwas zu wagen, was sich andere nicht trauen, das zeichnet Unternehmertum aus. So hat die Schwarz-Gruppe schon früh in digitale Souveränität investiert und wird es weiter tun. Der  Landmaschinenhersteller Krone hat früh auf Automatisierung gesetzt, und sieht sich wettbewerbsfähig aufgestellt.  Wenn die Erkenntnis reift, dass es wichtig wird oder die Wirtschaft wieder anspringt, ist man vorn mit dabei – so das Kalkül.

Unter Druck auf die eigenen Stärken besinnen

Und auch wenn sich Investitionen natürlich rechnen müssen, haben uns die Krisen der vergangenen Jahre – Corona und die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – gezeigt, dass sich manche Investitionen besonders in Krisen auszahlen, mit denen man nicht gerechnet hat.

2020 gab es nicht viele Unternehmer, die sofort virtuell handlungsfähig waren. Auch 2022 waren es nur sehr wenige, die sowohl auf LNG als Energieträger als auch auf erneuerbare Energien gesetzt hatten.

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Und heute? Spätestens seit der Rede von J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz ist klar: Deutschland und Europa müssen sich selbst helfen. Dies gilt sowohl sicherheitspolitisch als auch wirtschaftlich – spätestens seit dem 2. April und den seitdem nahezu täglich wechselnden Zolldrohungen aus den USA.

Wenn der Druck von außen so groß ist wie aktuell, besteht die Chance, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Einige Unternehmerinnen und Unternehmer haben das bereits verstanden.

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