Energie: Der Strom in Deutschland bleibt für die Masse teuer
München. Die Strompreise in Deutschland zählen zu den höchsten der Welt. Mit Kosten von durchschnittlich 38 Cent pro Kilowattstunde (kWh) im ersten Quartal dieses Jahres landet Deutschland bei einem weltweiten Vergleich auf dem fünften Platz – trotz Photovoltaikausbau und Windparks.
Nur in Bermuda (41,97 Cent), Dänemark (40,62 Cent), Irland (39,40 Cent) und Belgien (38,20 Cent) kostete die Kilowattstunde für private Haushalte mehr, zeigt die Analyse des Vergleichsportals Verivox mit den Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices. Die Experten verglichen die Preise von 143 Ländern.
In kleinen Inselstaaten wie Bermuda sei Strom besonders teuer, erklärt Neven Valev, Research Manager bei Global Petrol Prices: „Importe sind aufgrund der geografischen Lage kaum möglich, große Kraftwerke lohnen sich wegen der geringen Bevölkerungsdichte nicht. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit vom Ölpreis, der extremen Schwankungen unterliegt.“ Dass Deutschland noch immer zu den teuersten Stromländern gehöre, liege vor allem an hohen Netzentgelten, Steuern und Umlagen, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.