Industrie: Chemie-Firma baut um – „Flucht aus Deutschland kommt nicht infrage“
Düsseldorf. Es sind schockierende Nachrichten aus der deutschen Chemie: Die Branche produziert so schwach wie seit 1991 nicht mehr, verkündete der Industrieverband VCI im September. Konjunkturkrise, teure Energie und Bürokratie belasten die gut 2000 Chemie-Mittelständler bereits seit mehreren Jahren. Dennoch stimmen viele Firmen keinen Abgesang auf den Standort an. Stattdessen kämpfen sie.
Eine von ihnen ist die CHT-Gruppe aus Tübingen. „Eine Flucht aus Deutschland kommt für uns nicht infrage“, sagt Eva Baumann, Sprecherin der CHT-Geschäftsführung, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Natürlich fordern uns hohe Energiekosten, Auflagen und regulatorische Anforderungen heraus. Aber wir glauben fest an den Standort Deutschland und werden hier weiter investieren.“
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Ihr Rezept gegen die Krise: ein Komplettumbau von Portfolio und Organisation, wie er bei Mittelständlern selten zu beobachten ist – und der Erkenntnisse für andere Unternehmen liefert.