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BitcoinÜber 122.000 Dollar – die Rekordserie der Kryptowährung hält an

Die kryptofreundliche Politik von US-Präsident Donald Trump sorgt für eine neue Bestmarke bei der größten und ältesten Kryptowährung. Auch andere Token legten am Wochenende deutlich zu.Astrid Dörner 14.07.2025 - 07:55 Uhr Artikel anhören
Bitcoin: Die Rally der Kryptowährung geht weiter. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

New York. Der Bitcoin startet die Woche mit neuen Höchstmarken. Die Kryptowährung überstieg in der Nacht zum Montag zunächst erstmals die Marke von 120.000 Dollar, wie aus Daten des Analysehauses Coinmarketcap hervorgeht. Am Montagmorgen stieg der Wert weiter auf mehr als 122.000 Dollar. Damit hält die Rekordserie an. Die größte und älteste Kryptowährung hatte bereits in der vergangenen Woche immer wieder neue Meilensteine erreicht.

Trotz Krisen und Skandale hat sich der Bitcoin in den vergangenen Jahren immer wieder erholt und eine beachtliche Rendite erzielt, auch wenn die digitale Währung für ihre hohen Kursschwankungen bekannt ist. Seit dem Jahr 2023 stieg der Kurs um 600 Prozent, auf Sicht von zehn Jahren beträgt die Rendite mehr als 43.000 Prozent.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,4 Billionen Dollar liegt der Bitcoin in der Liste der wertvollsten Assets auf Platz fünf – hinter Gold, dem Chiphersteller Nvidia sowie den Tech-Konzernen Microsoft und Apple.

Branchenkennern zufolge ist die Euphorie rund um den kryptofreundlichen Kurs von US-Präsident Donald Trump ein wichtiger Kurstreiber. Trump und dessen Söhne engagieren sich selbst intensiv in der Kryptobranche. Unternehmer und Investoren erhoffen sich dadurch einen Boom, von dem eine ganze Reihe von digitalen Währungen profitieren könnte.

Auch nimmt die Verzahnung zwischen der traditionellen Finanzbranche und der Kryptowelt zu. So gibt es immer mehr börsengelistete Unternehmen, die sich Bitcoin, Ether und Solana in die Bilanz laden, um von den erwarteten Kurssteigerungen zu profitieren. Die Blaupause dafür liefert das Unternehmen Strategy von Michael Saylor, das schon seit fünf Jahren Bitcoin ansammelt und mittlerweile Bitcoin im Wert von mehr als 65 Milliarden Dollar in den Büchern hat.

Kursfantasien auch bei Ether

Trump hat sich im Wahlkampf als „Krypto-Präsident“ inszeniert. „Und bislang hat er all seine Versprechungen eingehalten: Das Klima für Kryptounternehmer und Investoren ist so gut wie nie“, schwärmt der Gründer eines Krypto-Start-ups. Der US-Kongress hat in dieser Woche die „Kryptowoche“ ausgerufen, in der mehrere wichtige Themen für die Branche diskutiert werden sollen.

So könnte Trump schon bald das sogenannte Stablecoin-Gesetz unterzeichnen, das der Senat im Juni verabschiedet hat. Es regelt die Verwendung von Tokens, die an den US-Dollar gekoppelt sind und damit nicht im Wert schwanken. Davon könnte unter anderem die zweitgrößte Kryptowährung Ether profitieren, die die Infrastruktur für viele Stablecoin liefert. Ether notierte am frühen Montag bei mehr als 3000 Dollar. Das sorgt für Kursfantasien. Tom Lee vom Analysehaus Fundstrat geht davon aus, dass Ether die Marke von 10.000 Dollar knacken könnte.

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Die Kryptowährung XRP legte am Wochenende ebenfalls deutlich zu. Der Token lag am Montag knapp sechs Prozent im Plus und hat in den vergangenen fünf Tagen um mehr als ein Viertel zugelegt. Das Fintech Ripple, das den Token herausgibt, arbeitet schon seit Jahren eng mit Banken zusammen, um internationale Transaktionen günstiger zu machen. CEO Brad Garlinghouse hat Trump im Wahlkampf unterstützt und bewirbt sich nun um eine Bankenlizenz.

Die Sorge vor steigenden Staatsschulden in den USA sei ebenfalls ein wichtiger Kurstreiber, wie es beim Analysehaus Kobeissi heißt. Das Haushaltsgesetz, das Trump Anfang Juli verabschiedet hat, wird das Defizit und die Staatsschulden weiter antreiben. Um sich dagegen abzusichern, würden immer mehr Investoren nicht nur ihre Goldbestände aufstocken, sondern auch Bitcoin kaufen.

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