Start-ups: Das Erfolgsrezept von Mehrfachgründern
Berlin. Eigentlich wollte Mirko Novakovic nach dem Sensationsverkauf seines Software-Start-ups Instana gar nicht mehr gründen. Für eine halbe Milliarde Dollar hatte IBM 2020 die Firma übernommen. Danach investierte Novakovic selbst in Jungfirmen, eröffnete ein Restaurant und einen Co-Working-Space in seiner Heimatstadt Solingen.
„Aber ganz ehrlich, mir war langweilig“, sagt der 49-Jährige. „Ich habe es vermisst, selbst ein Produkt zu bauen und auch diesen Druck zu haben.“
Das veranlasste Novakovic, 2023 erneut zu gründen: den Software-Überwachungsanbieter Dash0. Es ist bereits sein drittes Unternehmen, denn vor Instana hatte er die Softwarefirma Codecentric aufgebaut. Kurz nach der Gründung hatte Dash0 fast zehn Millionen Dollar auf dem Konto.
Eine sehr hohe Summe für eine sogenannte Seedrunde, die zu einem Zeitpunkt erfolgte, als noch gar kein fertiges Produkt vorhanden war. Und eine ganz andere Erfahrung als damals bei Instana. „Jetzt habe ich Investoren angerufen, angefragt, und sie haben gesagt: ‚Klar bin ich dabei‘“, erinnert sich Novakovic. Mit Instana habe er zum Start vor 50 Investoren gepitcht und alle hätten Nein gesagt.