Künstliche Intelligenz: Überhebt sich Mark Zuckerberg mit seiner KI-Wette?
Die Berichtssaison in den USA ist vorbei, die Anleger können mit den Ergebnissen der Tech-Konzerne weitgehend zufrieden sein. Sie werden sich jetzt wieder mehr auf die US-Notenbank (Fed) und die US-Inflation, zu der es am Dienstag neue Daten gibt, konzentrieren.
Aber im Hintergrund drängt sich erneut die alles entscheidende Frage auf: Sind die Bewertungen im Tech-Bereich zu hoch? Lebt die Börse zu sehr von einigen wenigen Konzernen? Vor allem aber: Werden die langfristigen Gewinnaussichten im Zusammenhang mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) nicht doch überschätzt?
Der US-Analyst Charlie Bilello weist erneut auf das Übergewicht der Tech-Werte hin: Der Chiphersteller Nvidia habe ein Gewicht von gut acht Prozent im breiten Aktienindex S&P 500, ein Rekordwert. Außerdem, so schreibt er im sozialen Netzwerk X: Das Verhältnis der Bewertungen großer Aktiengesellschaften im Verhältnis zu kleinen in den USA sei so hoch wie 1999, kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Und das Verhältnis von Growth-Werten, die von der Hoffnung auf künftige Gewinne leben, zu den relativ günstig bewerteten Value-Aktien sei so hoch wie zuletzt 2000.