Die Grünen: Personelle Einschnitte sorgen für Unmut in der Parteizentrale
Berlin. Es ist kurz vor 13.30 Uhr am Mittwoch, dem 23. Juli, als sich in der Parteizentrale der Grünen viele Leute in Bewegung setzen. Sie zieht es ins Erdgeschoss des gelb-grünen Gebäudes am „Platz vor dem Neuen Tor“ in Berlin-Mitte, direkt hinter dem Bettenturm der Charité. Im Pressesaal der Bundesgeschäftsstelle, wo sonst Journalistinnen und Journalisten Platz nehmen, versammeln sie sich. 75 Personen hatten im Vorfeld für den Termin zugesagt, der Raum ist dicht gefüllt.
Vor die Menge treten der Co-Parteivorsitzende Felix Banaszak und Schatzmeisterin Manuela Rottmann. Die Co-Vorsitzende Franziska Brantner wird aus Schiltach im Schwarzwald zugeschaltet. Vor Ort hatte sie zuvor im Rahmen ihrer Sommertour den Badarmaturen-Hersteller Hansgrohe besucht. Dort hat sich Brantner nun in einen Konferenzraum zurückgezogen und unterbricht ihre Tour kurzzeitig. Zu wichtig ist das, was jetzt in Berlin besprochen wird.
Die Anwesenden sind zu einer außerordentlichen Mitarbeitendenversammlung zusammengekommen. Und deren Verlauf würde denkwürdig werden, so berichtet es eine Reihe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern später dem Handelsblatt. Bis 14.30 Uhr war der Termin angesetzt. Er wird letztlich die 15-Uhr-Marke reißen.