Verhandlungen: USA und Russland – Fünf Treffen, die die Welt verändert haben
Düsseldorf. Wenn sich Donald Trump und Wladimir Putin am Freitag in Alaska treffen, dann kann es historisch werden. Nicht nur, weil es die erste persönliche Begegnung zwischen einem US-Präsidenten und dem russischen Staatschef seit Beginn der Vollinvasion in der Ukraine ist. Es treffen sich zwei Männer, die nach weltgeschichtlicher Bedeutung streben – ganz wie in früheren Zeiten.
Begegnungen zwischen den Regierenden aus Washington und Moskau waren immer Großereignisse und haben vor allem während des Kalten Krieges den Lauf der Weltgeschichte maßgeblich beeinflusst. Ein Überblick über fünf Treffen, die die Welt verändert haben.
Jalta, 4. bis 11. Februar 1945
Einer hatte Fieber, einer stand schwerkrank am Ende seines Lebens – und einer strotzte vor Selbstvertrauen. Als sich der britische Premier Winston Churchill, US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der sowjetische Machthaber Josef Stalin im Februar 1945 auf der Krim trafen, schienen die eigentlichen Machtverhältnisse etwas verschoben.
Die drei Männer wollten über nichts weniger als die neue Ordnung in Europa nach dem nahenden Fall von Nazi-Deutschland sprechen. Erst mit dem Kriegseintritt der USA unter Roosevelt war in Europa die Wende gelungen. Doch nicht der Amerikaner, der wenige Wochen später starb, dominierte das Treffen, sondern Gastgeber Stalin, der mit seiner Roten Armee gerade vor den Toren Berlins stand.