Lars Klingbeil: „Ich will, dass dieses Jahr noch richtig was passiert“
Berlin. Die Wände im Ministerbüro von Lars Klingbeil (SPD) sind kahl. Nur ein eingerahmtes Fußballtrikot von Franz Beckenbauer, ein Geschenk von dessen Frau, hat der Vizekanzler auf eine Ablage gestellt. Für mehr Dekoration war bisher keine Zeit, lautet die Botschaft. „Wir haben eine randvolle Tagesordnung in den Kabinettsitzungen“, sagte Klingbeil. „Wir arbeiten und verändern das Land.“
Der Vizekanzler macht im Handelsblatt-Interview deutlich, dass die SPD bereit ist, ein großes Reformpaket mitzutragen. „Der Reformwille auf unserer Seite ist da“, sagte Klingbeil. Es solle ein Gesamtkonzept aus Einsparungen und Strukturreformen geben, auch um die riesige Lücke im Haushalt zu schließen.
Der Finanzminister kündigt an, dass er noch dieses Jahr den Deutschlandfonds an den Start bringen will, der private Investoren anlocken soll. Das Interesse sei riesig: „Die stehen Schlange!“ Aber auch die Deutschen will der SPD-Chef für den Kapitalmarkt begeistern und so die private Altersvorsorge stärken. „Ich fände es gut, wenn man in der Schule lernt, welche Chancen es am Kapitalmarkt gibt und wie man sich da bewegt.“