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Managerbarometer 2025Was bei der Jobsuche als Führungskraft wirklich zählt

Konzerne kürzen ihre Ausgaben, Rüstungsindustrie und Infrastruktur investieren. Wer sich jetzt neu positioniert, kann von den Veränderungen profitieren. Aber nur mit dem richtigen Know-how.Claudia Obmann 14.10.2025 - 08:45 Uhr Artikel anhören
Geschäftsleute als Matrjoschka-Puppen: Auch Spitzenkräfte wollen häufiger wechseln. Foto: imago/Ikon Images

Düsseldorf. Die Bereitschaft zum Jobwechsel unter Führungskräften ist auf einem Rekordhoch. 62 Prozent denken über einen neuen Arbeitgeber nach, jede dritte Führungskraft plant den Wechsel binnen eines Jahres. Besonders unzufrieden ist das mittlere Management.

Das zeigt eine Befragung von rund 1200 Führungskräften im deutschsprachigen Raum durch die Personalberatung Odgers für das „Managerbarometer 2025“, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Neue Technologien, der grüne Umbau der Wirtschaft, gesetzliche Vorgaben und geopolitische Spannungen beschleunigen die Transformation in deutschen Unternehmen. Während große Firmen wie Bayer, Bosch oder ZF Stellen abbauen, steigt der Bedarf an Managern im Bereich Infrastruktur und Rüstung.

„Diese Dynamik eröffnet Chancen für Manager, die Erfahrung damit haben, Wandel aktiv zu gestalten – aber der Arbeitgeberwechsel ist kein Selbstläufer“, sagt Oliver Frille, Partner bei der Personalberatung Odgers.

Oliver Frille: Partner bei der Personalberatung Odgers. Foto: Odgers

Personalberater und Karrierecoaches sagen, dass es genug freie Stellen im Management gebe. Die Jobsuche dauere aber länger. Statt sechs bis neun Monate kann es aktuell bis zu ein Jahr dauern, bis eine neue Position gefunden wird.

„Unternehmen, die Verstärkung suchen, können aus dem Vollen schöpfen“, sagt Nane Nebel. Sie ist Beraterin für Führungskräfte und Autorin von Ratgebern wie „Die CEO-Bewerbung“.

Nane Nebel: Karrierecoach und Buchautorin. Foto: Jörg Petry

Damit der Wechsel in eine andere Branche gelingt, brauchen Bewerber ein klares Stärken-Profil und müssen sich gezielt vorbereiten. So kann ein Einkaufsleiter aus einem kriselnden Autokonzern durchaus in ein Unternehmen für Bahntechnik wechseln oder ein Vertriebschef aus der Telekommunikationsbranche in den Lebensmittelhandel.

„Wer punkten will, muss als Problemlöser überzeugen“, sagt Nebel. Dafür müssten Bewerber sich ehrlich selbst analysieren und sich mit den Marktbedürfnissen und passenden Zielunternehmen beschäftigen.

Coach Jürn-F. Konitzer begleitet mit seinem Beratungsunternehmen Konitzer & Tafel jährlich etwa 80 Manager bei der Neuorientierung. Er empfiehlt Managern, sich zu fragen: „Wer kann mein Know-how und meine Kompetenz sonst noch brauchen?“ Vom Anschreiben bis zum Vorstellungsgespräch müsse klar werden, dass Persönlichkeit, Haltung und Führungsstil perfekt zu den Erwartungen des Unternehmens passen.

Jürn-F. Konitzer: Coach für Top-Führungskräfte im Bewerbungsprozess. Foto: Handelsblatt

Drei Managertypen mit besonderen Fähigkeiten sind jetzt besonders gefragt:

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