RTL/ntv-Trendbarometer: AfD liegt laut Umfrage nun drei Punkte vor der Union
Berlin. Laut dem neuen RTL/ntv-Trendbarometer liegt die AfD in der Wählergunst nun drei Punkte vor der Union. Der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge kommt die AfD auf 27 Prozent, die Union auf 24 Prozent. Die SPD verharrt bei 13 Prozent, die Grünen verbessern sich leicht auf zwölf Prozent. Die Linke erreicht elf Prozent, das BSW vier Prozent und die FDP drei Prozent.
Offenbar schreiben mehr Wähler der AfD zudem Regierungskompetenz zu: 15 Prozent trauen ihr laut Forsa zu, die Probleme in Deutschland am besten zu lösen (plus zwei Prozent). Die Union sinkt auf 18 Prozent (minus eins). Abgeschlagen dahinter liegen die SPD, die Grünen und die Linken. Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) meint aber, keine Partei sei kompetent genug für die Regierung.
Wenig überraschend sinken deshalb auch die Werte für Kanzler Friedrich Merz. Nur noch 26 Prozent der Bundesbürger sind mit seiner Arbeit zufrieden, 70 Prozent hingegen nicht.
Im Vergleich zur vorangegangenen Forsa-Umfrage hat die AfD damit um einen Prozentpunkt zugelegt, während die Union einen Punkt verlor. Die Grünen verbesserten sich ebenfalls leicht, die übrigen Parteien blieben weitgehend stabil.
Forsa-Analysten sehen die jüngsten Bewegungen vor allem im Kontext der anhaltenden Debatte über Migration und innere Sicherheit, die der AfD zusätzlichen Zulauf beschert. Hinzu kommen wirtschaftliche Sorgen über Inflation und Kaufkraftverluste, die traditionell Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien verstärken. Etwa die Verbraucherpreise legten im September um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die sinkende Zustimmung zu Kanzler Merz dürfte den Trend der Unzufriedenheit verstärken.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte im Auftrag von RTL Deutschland für die Umfrage vom 23. September bis zum 29. September insgesamt 2502 Personen befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider.