Geldanlage: Warum nachhaltige Ernährung für Anleger wichtiger wird
München. Was wir essen, ist längst nicht nur eine Frage von Gesundheit oder Genuss. Es ist auch eine Frage globaler Nachhaltigkeit – und zunehmend ein wirtschaftliches Schlüsselthema. Denn die Weltbevölkerung wächst rasant. Derzeit leben rund 8,2 Milliarden Menschen auf der Erde, bis 2050 sollen es nach UN-Prognosen 9,7 Milliarden sein.
Studien zufolge dürfte der Lebensmittelbedarf dadurch und durch den wachsenden Wohlstand in vielen Schwellenländern bis 2050 um 35 bis 56 Prozent steigen. Gleichzeitig steht die Nahrungsmittelproduktion vor großen Herausforderungen.
Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN hat sich die weltweite Agrarfläche zwischen 2001 und 2022 um 91 Millionen Hektar verringert. Gleichzeitig gilt Fleisch als wichtige Proteinquelle, doch die Viehhaltung ist alles andere als unproblematisch.
Weltweit leben mehr als eine Milliarde Rinder, und jedes stößt täglich 150 bis 250 Liter Methan aus – ein Gas, das rund 25-mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid. Zudem beansprucht die Lebensmittelproduktion nach Angaben von Pictet Asset Management rund 40 Prozent der globalen Landfläche und 70 Prozent des verfügbaren Frischwassers.