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Ifo-BarometerStimmung unter deutschen Exporteuren dreht ins Negative

Die deutschen Exporteure blicken pessimistisch in die Zukunft: Fast über alle Branchen hinweg erwarten sie stagnierende Geschäfte. Besonders das Geschäft mit den USA schwächelt. 25.11.2025 - 07:48 Uhr Artikel anhören
Exporte in Bremerhaven: Auch die Autoindustrie erwartet einen schwachen Außenhandel. Foto: dpa

Berlin. Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat im November einen neuen Dämpfer erhalten. Das Barometer für die Exporterwartungen sank auf minus 3,4 Punkte, von plus 2,2 Zählern im Oktober, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte.

„Seit Monaten zeigt sich in der Exportwirtschaft kaum Bewegung“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Stimmung ist bestenfalls durchwachsen. Anzeichen einer nachhaltigen Erholung fehlen weiterhin.“

Nach zwei hoffnungsvollen Monaten ist demnach der Optimismus in der Automobilwirtschaft wieder verflogen: Die Unternehmen rechnen mit sinkenden Exporten. „Das gilt auch für die Nahrungsmittel- sowie die Metallindustrie“, fand das Ifo-Institut heraus. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sind dagegen optimistisch: Sie erwarten, dass ihre Auslandsumsätze steigen. Gleiches gilt für die Lederindustrie. Im Maschinenbau und bei den Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen tut sich im Moment wenig. Deren Exportgeschäft bleibt weitestgehend konstant, hieß es.

„Früher konnte sich Deutschland aus Krisen herausexportieren“, sagte Wohlrabe. „Das fällt nun weg.“ Die internationale Wettbewerbsfähigkeit gerate unter die Räder. „Unser Wirtschaftsmodell steht strukturell unter erheblichem Druck.“ So stellt China zunehmend selbst Waren her, die früher aus Deutschland bezogen wurden.

Zudem läuft das Geschäft mit den USA schlecht, weil Präsident Donald Trump hohe Importzölle für Waren aus der Europäischen Union verhängt hat. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden Güter im Wert von 112,7 Milliarden Euro in die weltgrößte Volkswirtschaft geliefert und damit 7,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit August gilt für die überwiegende Mehrheit der EU-Exporte in die USA ein einheitlicher Zollsatz von 15 Prozent – ein Mehrfaches des früheren Wertes.

rtr
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