Geldanlage: In Deutschland investieren mehr Menschen in Aktien als je zuvor
Frankfurt. Nach dem guten Börsenjahr 2025 setzen so viele Menschen in Deutschland auf Aktien wie noch nie. Die Zahl der Anlegerinnen und Anleger, die indirekt über Fonds und ETFs oder direkt in Aktien investieren, stieg laut einer Erhebung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) im vergangenen Jahr um zwei Millionen auf 14,1 Millionen Menschen. Das teilte der Branchenverband börsennotierter Unternehmen am Dienstag mit.
Es ist der größte Zuwachs seit 2020. Im ersten Pandemiejahr hatten viele Deutsche erstmals in den Aktienmarkt investiert. Seitdem stagnierte die Zahl der Aktienanleger etwa. Die Kurse am Weltaktienmarkt sind – gemessen am Industrieländerindex MSCI World – zuletzt in drei aufeinanderfolgenden Jahren mit zweistelligen Prozentraten gestiegen.
Laut DAI-Chefin Henriette Peucker haben die Menschen in Deutschland inzwischen „erkannt, dass für gute Langfristerträge kein Weg an der Aktie vorbeiführt“. Aktienanlagen seien nun „in der Mitte der Gesellschaft verankert“, erklärte sie.
Für die jährliche Erhebung lässt das DAI Menschen in Deutschland ab einem Alter von 14 Jahren befragen. 2025 berücksichtigte der Verband dabei erstmals Anleger, die über vermögenswirksame Leistungen in Aktien investieren. Ohne diesen Sondereffekt käme das Institut nach eigenen Angaben auf 13,7 Millionen Aktienanleger – ebenfalls ein Rekord.