Smartphone: Apple gewinnt massiv Marktanteile in China
Vor allem die iPhone-17-Generation zog die Käufer an. Auf Apple entfiel im Dezemberquartal jedes fünfte ausgelieferte Smartphone, schätzt das Marktforschungsinstitut.
Zunehmend warnen Unternehmen – von Micron bis Xiaomi – vor den unkalkulierbaren Folgen eines Mangels an Halbleitern zur Datenspeicherung. Die Knappheit ist entstanden, weil Hersteller einen größeren Teil ihrer Kapazitäten auf hochwertige Speicher für KI-Chips von Nvidia verlagert haben. Das treibt die Preise und setzt kleinere Anbieter unter Druck, die sich keine langfristigen Lieferverträge sichern können.
„Die Speicherpreise dürften weiter steigen – um 40 bis 50 Prozent im ersten Quartal 2026 und um weitere rund 20 Prozent im zweiten Quartal 2026“, schreiben die Counterpoint-Analysten. Smartphone-Hersteller dürften daher insbesondere günstige Modelle zurückfahren, um ihre Margen zu schützen.
Apple wirkt besonders widerstandsfähig
TSMC-Chef C.C. Wei hatte zuletzt darauf verwiesen, dass die Speicherknappheit einige Hersteller deutlich härter treffe als andere. Apple, dessen gesamtes Produktportfolio im oberen Preissegment angesiedelt ist, zeigt sich besonders widerstandsfähig. Zudem helfen neue chinesische Verbrauchersubventionen, den Kostendruck für Hersteller abzufedern, so Counterpoint.
Im Gesamtjahr lag Apple beim Absatz in China nur knapp hinter Huawei. Beide Unternehmen kamen auf jeweils rund 17 Prozent Marktanteil. Apples Auslieferungen stiegen 2025 um 7,5 Prozent. Ein Schwachpunkt war das neue iPhone Air, das in China später als in anderen Märkten eingeführt wurde und sich schleppend verkaufte.
„Das iPhone Air blieb hinter den Erwartungen zurück“, sagte Counterpoint-Analyst Ivan Lam. „Der verspätete Marktstart und die Abwägung zwischen schlankem Design und Funktionsumfang führten zu einem langsamen Start.“