Rohstoffe: China sichert sich neue Quellen – Erste Erz-Lieferung aus Guinea
Peking. China sichert sich zur Stärkung seiner Rohstoffversorgung erstmals Eisenerz aus der Simandou-Mine in Guinea. Ein Schiff mit fast 200.000 Tonnen Eisenerz sei nach einer 46-tägigen Reise am 17. Januar im Hafen von Majishan in der ostchinesischen Provinz Zhejiang angekommen, teilte der weltgrößte Stahlproduzent China Baowu Steel Group am Samstag mit.
Die Volksrepublik versucht seit Längerem, ihre Abhängigkeit von den Hauptlieferanten Australien und Brasilien zu verringern, aus denen sie bislang 80 Prozent ihres Eisenerzes importiert. An der Simandou-Mine, mit einer geplanten Jahreskapazität von 120 Millionen Tonnen, sind neben dem Bergbaukonzern Rio Tinto auch mehrere chinesische Staatsunternehmen maßgeblich beteiligt. Baowu zufolge hat eine zweite Eisenerzlieferung aus Simandou Guinea Ende Dezember verlassen.
Die große Nachfrage nach Rohstoffen zeigt sich auch bei anderen Metallen. So stiegen die Importe von Rohaluminium und Aluminiumprodukten im Dezember im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 320.000 Tonnen, wie die Zollbehörde am Sonntag mitteilte. Im Gesamtjahr 2025 beliefen sich die Einfuhren auf 3,92 Millionen Tonnen, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Einfuhren von Bauxit, einem wichtigen Rohstoff für Aluminium, stiegen 2025 sogar um mehr als ein Viertel.