Ökonomen-Gremium: Heftige Kritik an Sachverständigenrat
Yasmin Fahimi, die Generalsekretärin der SPD, hat Analysen und Empfehlungen der Wirtschaftsweisen kritisiert.
Foto: dpaDüsseldorf. Ökonomen, überwiegend aus dem SPD- oder gewerkschaftsnahen Lager stützen die Kritik von SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi an vermeintlich einseitigen und wissenschaftlich nicht hinreichend fundierten Analysen und Empfehlungen der Wirtschaftsweisen, sogar bis hin zum kaum verhohlenen Vorwurf der Manipulationsabsicht. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Montagsausgabe.
Eine eigene Analyse des jüngsten Jahresgutachtens des Sachverständigenrats (SVR) zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung förderte etliche Ungereimtheiten zu Tage, darunter das Belegen von Aussagen mit dem Verweisen auf Studien, in denen das zu Belegende nicht steht, teilweise sogar das Gegenteil.
Der Sachverständigenrat weist in einer ausführlichen Stellungnahme auf die Fragenliste des Handelsblatts alle Vorwürfe zurück. Kritiker, darunter ehemalige Ratsmitglieder bezweifeln, dass eine wissenschaftlich neutrale Analyse überhaupt möglich ist und fordern vom Gesetzgeber eine neue Grundlage für einen Sachverständigenrat als der Regierung unterstelltes Beratungsgremium zu schaffen.