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Primark im AusbauFilialen in Leipzig, Hamburg und Bonn geplant

Der Billigmode-Händler Primark verstärkt sein Engagement in Deutschland. Zu den derzeit 18 Filialen sollen in diesem Jahr noch einmal vier neue dazukommen. Nur Online hält sich Primark weiter bedeckt. 16.01.2016 - 11:19 Uhr Artikel anhören

Eine Menschenschlange steht auf dem Alexanderplatz in Berlin bei der Eröffnung einer Primark-Filiale an.

Foto: dpa

Bremen. Die Billig-Modekette Primark baut ihr Filialnetz in Deutschland aus. Seit dem Start in Bremen 2009 seien bundesweit weitere 18 Geschäfte eröffnet worden, sagte Primark-Deutschland-Chef Wolfgang Krogmann dem „Weser-Kurier“ (Samstag). „Im April eröffnet in Leipzig der 20. Primark. Mannheim, Hamburg und Bonn werden folgen.“

Das Unternehmen betreibe keinen Onlinehandel, obwohl mehr als zwei Drittel der Angebote auch im Internet gezeigt würden. „Nur kaufen kann man sie dort nicht, dazu muss man in unsere Läden gehen. Sehr zum Wohlgefallen von Kommunalpolitikern übrigens“, meinte Krogmann. Die Niedrigpreise erklärte er so: „Wir schlagen weniger auf den Preis drauf als unsere Mitbewerber. Das können wird uns leisten, weil wir große Stückzahlen verkaufen und auf Zwischenhändler verzichten.“

Die größten Textilhändler in Deutschland
Tchibo / Ernsting's FamilyDie Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.Quelle: „Textilwirtschaft“
Aldi-GruppeDie beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.
LidlDie Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.
TengelmannDie Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.
Peek & CloppenburgDie Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.
KarstadtDeutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.
MetroDie Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.
C&ANoch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.
H&MDie schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.
OttoDer größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

dpa
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