Grönland: Trumps neuer Zoll-Schock – Europa bereitet Gegenschlag vor
Berlin. Als Reaktion auf die neuen Zolldrohungen des US-Präsidenten Donald Trump bereitet die EU einen handelspolitischen Gegenschlag vor. Auch Deutschland spricht sich dafür aus, Strafzölle und andere Sanktionen gegen die USA zu prüfen, wie das Handelsblatt aus EU-Kreisen erfuhr.
Dafür soll der Einsatz des „Instruments gegen wirtschaftliche Erpressung“ vorbereitet werden, das in Brüssel als „nukleare Option“ in Handelskonflikten gilt. Die für diese Woche geplante Verabschiedung des Zollabkommens zwischen den USA und der EU im EU-Parlament soll gestoppt werden.
Frankreich dringt darauf, die Gegenmaßnahmen rasch zu beschließen. „Die Zolldrohungen von US-Präsident Trump sind inakzeptabel“, hieß es aus dem französischen Präsidentschaftspalast. Schon am Montag könnte ein Sondergipfel der EU-Staaten stattfinden. Möglich ist ein physisches Treffen in Brüssel oder eine Videokonferenz.
Am Samstag hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, vom 1. Februar an mehrere europäische Länder mit Zöllen von zehn Prozent zu belegen. Die Abgaben sollen so lange gelten, bis Europa Trumps Pläne unterstützt, Grönland von Dänemark zu erwerben. Betroffen wären Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande sowie Dänemark, Norwegen und Finnland. Im Juni sollen die Zölle auf 25 Prozent steigen, sollte bis dahin kein Abkommen zustande kommen.