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US-ZölleBundeswehr-Soldaten ziehen bereits Sonntag aus Grönland ab

Live-BlogUS-Demokraten wollen Trumps Grönland-Konflikt-Zölle im Senat stoppen +++ Kritik auch von US-Senatoren +++ Krisentreffen der EU-Botschafter für Sonntag geplant +++ Der Newsblog. 18.01.2026 - 14:29 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Soldaten der Bundeswehr betreten das Arktische Kommando in Nuuk: Die Mission ist früher als zunächt gedacht beendet. Foto: Julia Wäschenbach/dpa
18.01.2026 – 12:47 Uhr Jana Brüntjen

Darum geht es in der neuesten Eskalation im Grönland-Streit

US-Präsident Donald Trump will unter Verweis auf den Grönland-Konflikt zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten verhängen, alle von ihnen Nato-Länder. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. 

Ab dem 1. Februar sollen zusätzlich Zölle in Höhe von zehn Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent, und zwar auf alle Waren, die in die USA gesendet werden. Aktuell gilt seit Sommer für die meisten EU-Exporte nach Amerika ein Zollsatz von 15 Prozent. Lesen Sie hier alle Details.
18.01.2026 – 13:29 Uhr Marc Renner

Gemeinsame Erklärung von Dänemarks-Grönland-Unterstützern: Europäer weisen Trumps Zolldrohung zurück und warnen vor Eskalation

Eskalation Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder haben die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Sonderzöllen im Grönland-Konflikt zurückgewiesen. „Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien.

Lesen Sie hier mehr zum Thema:
18.01.2026 – 12:29 Uhr Jana Brüntjen

Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon heute wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.
18.01.2026 – 12:00 Uhr Helena Smolak

Vize-Kanzler Klingbeil zu Trump: Werden diesen Weg nicht mitgehen

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil hat den Konfrontationskurs von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit scharf kritisiert und eine geschlossene europäische Antwort gefordert. „Sehr klar ist, dass wir diesen Weg, den Trump einschlägt, nicht mitgehen werden“, sagte Klingbeil am Sonntag am Rande eines Neujahrsempfangs in Daaden in Rheinland-Pfalz. 

„Wir lassen uns nicht erpressen. Wir lassen uns nicht provozieren. Nicht mit Zöllen, nicht mit Worten.“ Es sei wichtig, dass es eine gemeinsame, deutliche Antwort der Europäer gebe. „Sie muss klar in den USA gehört werden.“ 
18.01.2026 – 11:57 Uhr Helena Smolak

Macron bringt EU-Antwort auf Trumps Zolldrohung auf den Weg

Frankreich bringt wegen neuer Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit Gegenmaßnahmen der EU auf den Weg. Präsident Emmanuel Macron stehe mit seinen europäischen Amtskollegen in Kontakt und werde im Namen Frankreichs beantragen, ein EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung zu aktivieren, wie es aus dem Umfeld des Präsidenten hieß. 

Konkret geht es um das Anti-Coercion Instrument (ACI). Es ermöglicht der EU Gegenmaßnahmen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeübt wird, um politische Entscheidungen zu erzwingen.

Macron sei damit beschäftigt, die europäische Reaktion auf die „inakzeptablen Drohungen von Präsident Trump“ zu koordinieren, hieß es in Paris weiter. Der amerikanische Ansatz im Grönland-Streit werfe aus Sicht des Präsidenten die Frage nach der Gültigkeit des Zollabkommens auf, das die Europäische Union im vergangenen Sommer mit den Vereinigten Staaten geschlossen hat.
18.01.2026 – 11:36 Uhr Marc Renner

Meloni warnt vor „Eskalation“ zwischen Europa und USA

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere europäische Länder im Konflikt um Grönland vor einer Eskalation gewarnt. Offensichtlich gebe es zwischen beiden Seiten ein Kommunikationsproblem, sagte die rechte Regierungschefin bei einem Besuch in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Jetzt sei es notwendig, „den Dialog wieder aufzunehmen und eine Eskalation zu vermeiden“.

Meloni bezeichnete die neuesten Zoll-Drohungen des US-Präsidenten, der Grönland für die USA beansprucht, als Fehler. Die Entsendung von Soldaten durch acht andere europäische Länder zu einer Erkundungsmission auf die dänische Insel sei nicht gegen die USA gerichtet. Dies dürfe nicht als „anti-amerikanisch“ interpretiert werden. Die Ministerpräsidentin berichtete, dass sie deshalb selbst mit Trump telefoniert habe. „Ich glaube, dass es in dieser Phase sehr wichtig ist, miteinander zu sprechen.“ 

Das Nato-Gründungsmitglied Italien beteiligt sich an der aktuellen Erkundungsmission unter dänischer Führung nicht. Meloni gilt im Kreis der europäischen Regierungschefs als eine derjenigen, die guten Zugang zu Trump haben. 
18.01.2026 – 11:34 Uhr Marc Renner

Niederländischer Minister kritisiert Trumps Zolldrohung als Erpressung 

Der niederländische Außenminister David van Weel hat die Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Verbündete im Grönland-Streit als unnötige Erpressung kritisiert. Dieses Vorgehen Trumps helfe weder der Nato noch Grönland, sagt van Weel im niederländischen Fernsehen. 

Die Nato-Übung auf Grönland, an der sich die acht europäischen Länder beteiligen, gegen die Trump seine Zolldrohung gerichtet hat, solle die Bereitschaft Europas zeigen, beim Schutz der dänischen Arktisinsel zu helfen. Trump sollte die diplomatischen Bemühungen im Streit über seinen Anspruch auf Grönland nicht mit dem transatlantischen Handel verknüpfen.
18.01.2026 – 11:34 Uhr Marc Renner

Grüne fordern Digitalsteuer als Reaktion auf Trump-Drohung

Die Grünen dringen angesichts der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zusatzzölle auf eine harte Antwort Europas. „Appeasement reicht nicht aus, wenn Trump vor unseren Augen die Weltordnung in Trümmer legt“, sagt Parteichefin Franziska Brantner den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Dies sei eine „historische Bewährungsprobe für den Kanzler“.

Brantner fordert eine Digitalabgabe auf US-Tech-Konzerne und gezielte Zölle auf Produkte aus Trumps Unternehmerkreisen.
18.01.2026 – 11:27 Uhr Marc Renner
18.01.2026 – 11:32 Uhr Marc Renner

Maschinenbauverband zu Zolldrohung: Nicht erpressen lassen

Der Maschinenbauverband VDMA fordert eine harte Haltung der EU gegenüber der Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland. „Europa darf sich nicht erpressen lassen“, sagt VDMA-Präsident Bertram Kawlath. „Wenn die EU hier nachgibt, wird es den amerikanischen Präsidenten nur ermutigen, die nächste aberwitzige Forderung zu stellen und mit weiteren Zöllen zu drohen.“ 

Solange mit Strafzöllen gedroht werde, dürfe das Europäische Parlament keinen Zollkürzungen für die USA zustimmen. Die EU-Kommission solle den Einsatz ihres Instruments gegen handelspolitische Zwangsmaßnahmen prüfen. Dieses Instrument ermöglicht es der EU, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeübt wird, um politische Entscheidungen zu erzwingen. Grönland sei ein Teil Europas und müsse es bleiben.
18.01.2026 – 11:29 Uhr Marc Renner

DIHK: US-Handelspolitik inakzeptabel und unberechenbar

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisiert die angekündigten US-Zölle scharf. „Die angekündigten Zölle zeigen leider erneut, wie unberechenbar die US-Handelspolitik geworden ist“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. 

Der Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast zehn Prozent im Jahr 2025 wäre damit „nur ein Aufgalopp“. Der US-Präsident verknüpfe nun politische Ziele in „inakzeptabler Weise“ mit wirtschaftlichem Druck gegen einzelne EU-Staaten. Die Europäische Union müsse geschlossen handeln und dürfe sich nicht spalten lassen. Eine Senkung der EU-Zölle auf US-Industriegüter sei damit unwahrscheinlich geworden.
18.01.2026 – 00:46 Uhr Miriam Braun

Top-Demokrat Schumer will Trumps Zollpläne im Senat stoppen

Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat angekündigt, die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Verbündete im Konflikt um Grönland stoppen zu wollen. „Die Demokraten im Senat werden ein Gesetz einbringen, um diese Zölle zu blockieren, bevor sie der amerikanischen Wirtschaft und unseren Verbündeten in Europa weiteren Schaden zufügen“, teilte Schumer mit. Die törichten Zölle Trumps hätten die Preise bereits in die Höhe getrieben und der US-Wirtschaft geschadet. 

Jetzt verschlimmere Trump die Lage nur noch mehr, teilte Schumer mit. „Es ist unglaublich, dass er diese Dummheit noch verstärken will, indem er unseren engsten Verbündeten Zölle auferlegt, um sein unrealistisches Streben zur Übernahme Grönlands zu erreichen.“ Die Demokraten sind im Senat zwar in der Minderheit, zu Trumps Zoll-Plänen haben sich aber auch bereits Republikaner kritisch geäußert.
18.01.2026 – 06:25 Uhr Marc Renner
17.01.2026 – 22:40 Uhr Miriam Braun

US-Senatoren kritisieren Trump für Zollandrohung zu Grönland

Im US-Parlament regt sich Widerstand gegen die Zollandrohung von Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere europäische Länder im Grönland-Konflikt. Die beiden Co-Vorsitzenden der parteiübergreifenden Nato-Beobachtergruppe des Senats, die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen und der republikanische Senator Thom Tillis, erklärten: Eine solche Rhetorik helfe Gegnern wie Kremlchef Wladimir Putin und Staats- und Parteichef Xi Jinping, „die eine Spaltung der Nato sehen wollen“. 

„Zu einer Zeit, in der viele Amerikaner bereits über steigende Lebenshaltungskosten besorgt sind, würden diese Zölle die Preise sowohl für Familien als auch für Unternehmen erhöhen. Wir fordern die Regierung auf, die Drohungen zu beenden und auf Diplomatie zu setzen“, hieß es weiter in der Erklärung der Senatoren.
17.01.2026 – 22:17 Uhr Miriam Braun

Expertin: Trump will mit Zoll-Drohung Europäer spalten

Nach Ansicht der Forschungsgruppenleiterin Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) will US-Präsident Donald Trump mit seiner Zoll-Drohung an acht europäische Nato-Länder die Europäer spalten. „Trump macht das, weil er es kann und weil Grönland für ihn eine wichtige „Trophäe“ ist“, sagte Laura von Daniels der Deutschen Presse-Agentur. Er nutzte die Zölle gegen einzelne europäische Staaten, „um maximal Druck aufzubauen und die Europäer, die bisher in der Grönland-Krise eng zusammenstehen, zu spalten.“

Immer wieder habe es in den letzten Wochen geheißen, der Supreme Court könnte bald über die Notstands-Zölle entscheiden und Trumps eigenmächtige Entscheidungen einschränken. Normalerweise hat der US-Kongress das alleinige Steuer- und Zollrecht – Trumps Regierung umging diese Instanz für ihre aggressive Zollpolitik mit Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977, genannt IEEPA. Unter diesem Gesetz kann der Präsident im Krisenfall selbst Dekrete erlassen, ohne dass das Parlament angerufen werden muss.

Das könne den Zeitpunkt für seine plötzliche Zollentscheidung teilweise erklären, so von Daniels. Ein anderer Grund könnte eine kalkulierte Machtdemonstration sein, kurz bevor der US-Präsident selbst zum Weltwirtschaftsforum nach Davos reise, das am Montag beginnt. „Trump setzt auf Einschüchterung und Demütigung der eigenen Verbündeten, vor allem Dänemarks und Grönlands“, sagte von Daniels.
17.01.2026 – 22:00 Uhr Miriam Braun

Unions-Mittelstand fordert nach Trump-Drohung „Wirtschaft first“

Angesichts der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der Union sofortige Entlastungen für Unternehmen. Durch Trumps Ankündigung hätten sich die Spielregeln geändert, sagt die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann der „Rheinischen Post“ laut Vorabbericht. 

„Jetzt muss gelten: 'Wirtschaft first'.“ Connemann verlangt die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine rasche Körperschaftsteuerreform sowie eine Senkung der Stromsteuer für alle Betriebe und Verbraucher. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft werde durch neue Zölle ins Mark getroffen.
17.01.2026 – 21:47 Uhr Miriam Braun

Kallas: US-Zölle spielen China und Russland in die Hände

Die von den USA verhängten Zölle gegen europäische Verbündete gefährden nach Darstellung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas den Wohlstand auf beiden Seiten des Atlantiks. Zudem spielten sie China und Russland in die Hände, schreibt Kallas auf der Plattform X. „Sie sind es, die von der Spaltung der Verbündeten profitieren.“ Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Grönland könnten innerhalb der Nato geklärt werden.
17.01.2026 – 21:24 Uhr Miriam Braun

EVP-Chef Weber stellt Ratifizierung von US-Handelsabkommen infrage

Im EU-Parlament regt sich nach der Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump Widerstand gegen die in den kommenden Tagen geplante Ratifizierung des EU-US-Handelsabkommens. Der Fraktionsvorsitzende der EVP, Manfred Weber, schreibt auf dem Kurznachrichtendienst X, seine Partei sei zwar für die Vereinbarung. 

„Aber angesichts der Drohungen von Donald Trump bezüglich Grönland ist eine Zustimmung derzeit nicht möglich.“ Die Nullzölle auf US-Produkte müssten auf Eis gelegt werden. Kurz nach Trumps Ankündigung forderte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer die Europäer dagegen auf, den Streit über Grönland auszuklammern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Trump hatten im Juli 2025 eine Einigung über Zölle und Handel erzielt.
17.01.2026 – 20:30 Uhr Miriam Braun

Insider: EU-Botschafter zu Krisentreffen in Brüssel einberufen

Die EU-Botschafter kommen nach Angaben aus europäischen Diplomatenkreisen am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung in Brüssel zusammen. Themen seien die Lage in Grönland sowie die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.
17.01.2026 – 20:16 Uhr Miriam Braun
Stegner fordert Digitalsteuer als Antwort auf Trump-Drohungen
Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner fordert nach der Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland Gegenmaßnahmen. „Vielleicht sollten wir schon mal die Digitalsteuer vorbereiten – eine andere Sprache versteht der ältere Herr nicht“, sagt Stegner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht. Man könne das Vorgehen für Satire halten, dies sei es aber leider nicht. Stegner fügt mit Blick auf seinen Wahlkreis hinzu, die einzige deutsche Hochseeinsel Helgoland sei „selbstredend ebenfalls unverkäuflich“.
17.01.2026 – 19:48 Uhr Miriam Braun

Von der Leyen: „Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben“

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, schrieb in einem Post auf X, dass die EU in voller Solidarität mit Dänemark und der Bevölkerung Grönlands stehe. „Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine gefährliche Abwärtsspirale riskieren“, schrieb sie.

Europa werde weiterhin geeint und koordiniert vorgehen und sich für die Wahrung seiner Souveränität einsetzen: „Der Dialog bleibt von entscheidender Bedeutung, und wir sind entschlossen, auf dem bereits letzte Woche zwischen  dem Königreich Dänemark und den USA begonnenen Prozess aufzubauen.“
17.01.2026 – 19:39 Uhr Miriam Braun

Starmer nennt Trumps Zoll-Drohungen „völlig falsch“

Der britische Premierminister Keir Starmer will nach der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt direkt mit den Amerikanern ins Gespräch gehen. Es sei „völlig falsch“, Zölle gegen Verbündete zu erheben, die sich für „die kollektive Sicherheit der Nato-Verbündeten“ einsetzten, teilte Starmer in einer Erklärung mit. „Wir werden dies natürlich direkt mit der US-Regierung besprechen.“

Die Position der Briten zu Grönland sei klar: Die Insel sei Teil des Königreichs Dänemark und ihre Zukunft „eine Angelegenheit der Grönländer und Dänen“. Das Vereinigte Königreich habe deutlich gemacht, dass die Sicherheit in der Arktis für die gesamte Nato bedeutend sei und die Verbündeten mehr tun sollten, „um der Bedrohung durch Russland in verschiedenen Teilen der Arktis zu begegnen“.
17.01.2026 – 19:19 Uhr Miriam Braun

VDA warnt vor Kosten durch US-Zölle

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt angesichts der US-Zolldrohungen vor schweren wirtschaftlichen Folgen. „Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Industrie – in ohnehin herausfordernden Zeiten – enorm“, teilt VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. Sie fordert eine kluge, strategische und mit den betroffenen Ländern abgestimmte Reaktion aus Brüssel. „Schnellschüsse führen zu einer Eskalation und einer möglichen Spirale, die nur Verlierer produziert.“ Zudem müssten die USA „den freien Willen“ Grönlands akzeptieren.

17.01.2026 – 19:16 Uhr Miriam Braun

Schweden: „Wir lassen uns nicht erpressen“

Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson reagierte scharf auf die Zolldrohungen von Donald Trump:  „Wir lassen uns nicht erpressen. Nur Dänemark und Grönland entscheiden über Angelegenheiten, die Dänemark und Grönland betreffen“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst X. „Es handelt sich um ein EU-Problem, das weit mehr Länder betrifft als diejenigen, die derzeit herausgegriffen werden.“ Schweden führe derzeit intensive Gespräche mit anderen EU-Ländern, Norwegen und dem Vereinigten Königreich, um eine koordinierte Reaktion zu erreichen.


17.01.2026 – 19:08 Uhr Miriam Braun

Rasmussen: Trumps Zollandrohung für Dänemark überraschend

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich von der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump gegenüber mehreren europäischen Staaten im Grönland-Konflikt überrascht. Das teilte der Däne in einer Stellungnahme der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge mit. Dänemark stehe derzeit in engem Kontakt mit der EU-Kommission. 

Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland, an dem auch Rasmussen teilnahm, hatte am Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht.
17.01.2026 – 18:58 Uhr Miriam Braun

US-Handelsbeauftragter: Europa entscheidet über Eskalation

Nach Darstellung des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer liegt es an der Europäischen Union, ob der Streit um Grönland ein geplantes Handelsabkommen belastet. „Anstelle der Europäer würde ich wahrscheinlich versuchen, dies auszuklammern“, sagt Greer am Rande einer Automesse in Detroit. Sollte die EU die neuen Zolldrohungen von Präsident Donald Trump jedoch zu einem Thema bei dem Handelsvertrag machen wollen, sei dies ihre Entscheidung und nicht die der USA.

HB
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