Karriere: Wie Sie Ihre Mitarbeiter zu Recruitern machen
Beim Recruiting zapfen viele große Unternehmen die Kontakte ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken an.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit Ihren besten Freunden zusammenarbeiten. Und für jeden Kumpel, den Sie in die Firma holen, bekommen Sie 5.000 Euro. Was sich wie eine moderne Version des Kopfgeldes aus Western-Filmen anhört, gilt in Personaler-Kreisen als Königsdisziplin im Recruiting: Mitarbeiter werben Mitarbeiter.
Bei der Deutschen Bahn hat sich diese Form der Personalsuche bewährt. Deshalb verabschiedet sich der Staatskonzern im Sommer auch von seiner alten Strategie zur Personalgewinnung „Kein Job wie jeder andere“. Stattdessen starten die Berliner eine neue Kampagne, um noch mehr Mitarbeiter über eigene Angestellte zu gewinnen. Deren Namen will die Bahn allerdings noch nicht verraten.
Jedes Jahr besetzt die Deutsche Bahn mehr als 10.000 Stellen mit Fach- und Führungskräften neu. Hinzu kommen noch einmal 3.700 Plätze für Auszubildende und Dual-Studierende. Eine große Aufgabe in einer Zeit, in der sich immer mehr Jugendliche für ein Studium an einer Universität entscheiden – und gut ausgebildete IT-Experten eine Rarität sind.