Bosch-Chef Volkmar Denner: „Ohne Diesel werden die Klimaziele nicht erreicht“
„Um den Transformationsprozess zu managen, werden wir zehn Jahre brauchen.“
Foto: picture alliance/dpaVolkmar Denner bittet zum Interview nicht in einen nüchternen Konferenzraum. Er wählt die Bibliothek im 12. Stock des neuen Konzerncampus in Renningen, 20 Kilometer westlich von Stuttgart. Hier geben sich die Bosch-Ingenieure ganz der Zukunft hin und beschäftigen sich mit künstlicher Intelligenz, dem autonomen Fahren und emissionsarmen Antriebssystemen. In den Regalen stehen Bücher zu Themen wie Festkörperphysik und Quantentheorie. Als Sitzgelegenheiten stehen graue Filzwürfel bereit, eine Le-Corbusier-Liege und ein Bürostuhl in Form eines Ohrensessels, auf dem der Chef des weltgrößten Autozulieferers schließlich Platz nimmt. Von dort fällt sein Blick auf den weitläufigen Campus, auf dem früher Militärflugzeuge landeten und heute die ersten autonom fahrenden Kleinbusse von Bosch ihre Testrunden drehen.
Herr Denner, zum Jahresende: Wie fällt Ihr Fazit für 2017 aus?
Ich bin sehr zufrieden. Wir haben drei bis fünf Prozent Wachstum erwartet und liegen jetzt deutlich darüber. Auch das Ergebnis liegt auf Plan und hat sich gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert.