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Weihnachtsgeld 2024Die wichtigsten Infos zu Höhe, Auszahlung und Anspruch

Viele Arbeitnehmer erhalten im November Weihnachtsgeld. Während die Beschäftigten mancher Branchen sich auf ein großes Gehaltsplus freuen können, gehen manche komplett leer aus. Habe ich einen Anspruch auf Weihnachtsgeld? 26.11.2024 - 12:05 Uhr Artikel anhören

Im November freuen sich viele Arbeitnehmer auf ihr Weihnachtsgeld. 

Foto: dpa

Düsseldorf. Weihnachten kann teuer werden: Durchschnittlich 533 Euro wollen die Menschen in Deutschland im Jahr 2024 für Geschenke in Form von Kleidung, Spielzeug, Gutscheine oder Aktivitäten ausgeben. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der FOM-Hochschule. 

Verständlich, dass die Gehaltsabrechnung für den Monat November 2024 Millionen Beschäftigten ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte. Denn: 2.987 brutto Weihnachtsgeld bekommen die begünstigten Mitarbeiter im Schnitt, so die Daten des Statistischen Bundesamts. Im Vorjahr waren es noch durchschnittlich 2.809 Euro.

Doch welche Arbeitgeber zahlen das 13. Gehalt? Wer bekommt eigentlich was? Und was sind die rechtlichen Grundlagen für Weihnachtsgeld? Ein Überblick.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Weihnachtsgeld 2024

Wie viel Weihnachtsgeld erhalten Arbeitnehmer 2024?

Wie bereits im vergangenen Jahr freuen sich auch 2024 Tarifbeschäftigte. Sie erhalten in Deutschland häufiger und mehr Weihnachtsgeld als die übrigen Arbeitnehmer. 85,8 Prozent aller Tarifbeschäftigten haben in diesem Jahr Anspruch auf eine entsprechende Sonderzahlung zum Jahresende, wie das Statistische Bundesamt Anfang November berichtete. 

Da die Zahlungen in den jeweiligen Tarifverträgen vereinbart sind, fallen sie äußerst unterschiedlich aus. Sie reichen in den untersuchten Vereinbarungen von 5.955 Euro (Gewinnung von Erdöl und Erdgas) bis zu 394 Euro, die Leiharbeiter im Schnitt erhalten. 

Hohe Weihnachtsgelder sind auch bei der Energieversorgung (5.829 Euro) und im Finanz- und Versicherungswesen (4.494 Euro) vereinbart.

Tarifverträge gelten aber längst nicht für alle Arbeitnehmer in Deutschland. Nach Daten des Statistischen Bundesamts betrug die Tarifbindung der Beschäftigten im Jahr 2023 insgesamt 49 Prozent – und ist damit rückläufig. 

Es gibt allerdings eine große Zahl von Betrieben, die ihre Zahlungen an Tarifverträgen orientieren, ohne aber verbindlich daran gebunden zu sein.

Muss der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld auszahlen?

Das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers, mit der Betriebstreue und Leistung honoriert werden kann. Doch häufig ist sie in Betriebsvereinbarungen, Arbeits- oder Tarifverträgen festgelegt. In diesem Fall ist der Arbeitgeber zur Extra-Zahlung verpflichtet. Das gilt auch, wenn die Zahlung über mehrere Jahre erfolgte. Dabei kann der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld nach Vereinbarung zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Andernfalls kann der Arbeitgeber in einem wirtschaftlich schwierigen Jahr das 13. Gehalt streichen. Besonders dann, wenn der Arbeitgeber jedes Jahr schriftlich betont, dass die Zahlung freiwillig ist besteht keine rechtliche Grundlage für das zusätzliche Geld.

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Wer bekommt Weihnachtsgeld?

Rund die Hälfte der Deutschen erhalten in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Das zeigt eine Auswertung des Internetportals Lohnspiegel.de des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Demnach gibt es ein Gefälle zwischen Ost und West. Im Westen dürfen sich 53 Prozent der Beschäftigten über den Bonus freuen, im Osten nur 41 Prozent. 

Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern: Insgesamt bekamen 54 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen Weihnachtsgeld. Entscheidend ist natürlich auch die Branche. „Ein klassisches 13. Monatsentgelt im Sinne einer Sonderzahlung von 100 Prozent eines Monatsentgeltes erhalten die Beschäftigten in der Chemischen Industrie, Teilen der Energiewirtschaft, in der Süßwarenindustrie, bei der Deutschen Bahn AG, im Bankgewerbe sowie in einzelnen westdeutschen Tarifregionen der Textilindustrie und dem privaten Transport- und Verkehrsgewerbe“, kommentierte das WSI.

Wer legt die Höhe des Weihnachtsgelds fest?

Arbeitgeber können die Höhe der Zahlung frei festlegen. In der Regel werden 60 bis 80 Prozent eines Monatslohns ausgezahlt.

Muss das Weihnachtsgeld versteuert werden?

Sämtliche Zahlungen eines Arbeitgebers unterliegen der Einkommensteuer – egal ob Weihnachtsgeld, Bonuszahlung oder Gewinnbeteiligung. Das kann dazu führen, dass durch die Sonderzahlung bei vielen Arbeitnehmern der Steuersatz aufgrund des progressiven Steuertarifs steigt. Um einen Teil der erhöhten Kosten zurückzuholen, kann sich eine Steuererklärung lohnen.

Kein Weihnachtsgeld? Sachleistungen als Alternative

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Arbeitgeber, die wegen der Steuerpflicht und Sozialabgaben das Weihnachtsgeld nicht zahlen wollen, könnten ihre Mitarbeiter mit Sachleistungen belohnen, die unter Umständen steuerfrei sein können. Eine Sachleistung sollte aber direkt beim Arbeitsvertrag verhandelt werden.

Erstpublikation: 15.12.2019, 10:19 Uhr (zuletzt aktualisiert: 26.11.2024, 12:00 Uhr).

nb
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