Artie Minson und Sebastian Gunningham: 17 Millionen Dollar sicher: Goldene Fallschirme für die neuen WeWork-Chefs
Goldene Fallschirme gelten unter Governance-Aspekten als verpönt.
Foto: AFPNew York. Die Manager des kriselnden Büro-Immobilien-Vermieters WeWork sorgen wieder einmal für Empörung: Wie die „Financial Times“ berichtet, haben sich die neuen Co-Chefs Artie Minson und Sebastian Gunningham für ihren möglichen Abgang 17 Millionen Dollar zusichern lassen.
Jeder der neuen Co-CEOs, die für den geschassten Gründer Adam Neumann eingesprungen sind, hat eine Garantie über 8,3 Millionen Dollar. Dieses Geld steht ihnen zu, wenn sie gefeuert werden, wenn ihre Zuständigkeiten eingeschränkt werden, ihr Gehalt sinkt oder wenn sie umziehen müssen.
Solche goldenen Fallschirme gelten unter Governance-Aspekten als verpönt. Auch für die Mitarbeiter ist das ein Schlag ins Gesicht: 2400 von ihnen werden gerade ohne jeden Fallschirm entlassen.
Minson war 2015 als COO zu WeWork gekommen, zuvor arbeitete der heute 48-Jährige bei Time Warner und AOL. Noch im Mai hatte er die Investoren aufgerufen, den Verlust von 264 Millionen Dollar im ersten Quartal „als Investition“ zu sehen.
Der 57-jährige Gunningham war nach Positionen bei Apple und Oracle zehn Jahre lang einer der engsten Berater von Amazon-Chef Jeff Bezos. Er sollte WeWork stärker auf Technologie und Daten ausrichten.
Wework, das heute We heißt, war im Oktober von seinem Großaktionär Softbank gerettet worden, nachdem der Börsengang gescheitert war. Zuletzt bewertete Softbank We nur noch mit fünf Milliarden Dollar, in besseren Zeiten waren es 47 Milliarden. Dennoch zahlte Softbank dem Gründer Neumann1,6 Milliarden Dollar, um an dessen Stimmrechte zu kommen.
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