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MobilfunkmesseWeitere Firmen sagen wegen des Coronavirus ihre Teilnahme am Mobile World Congress ab

Amazon, Nvidia, Sony und Viavi: Die Liste mit Absagen für die weltgrößte Mobilfunkmesse in Barcelona wird länger. Die Betreiber wollen die Hygienemaßnahmen verschärfen.Stephan Scheuer 10.02.2020 - 18:03 Uhr

Die weltweit führende Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona droht wegen des Coronavirus zu einer Geisterveranstaltung zu werden.

Foto: dpa

Düsseldorf. Aus Angst vor eine Verbreitung des Coronavirus haben zahlreiche Unternehmen ihre Teilnahme an der weltgrößten Mobilfunkmesse in Barcelona abgesagt. Nachdem vergangene Woche bereits der schwedische Netzausrüster Ericsson und der koreanische Elektronikhersteller LG ihren Rückzug vom Mobile World Congress (MWC) bekanntgegeben haben, wird die Liste der Absagen nun deutlich länger.

Am Montag kündigte der japanische Elektronikkonzern Sony an, nicht am MWC teilzunehmen. Zuvor hatten bereits der Onlinehändler Amazon, der Chiphersteller Nvidia sowie der Netzausrüster Viavi ihre Teilnahme abgesagt.

Der Mobilfunkverband GSMA, der die Konferenz veranstaltet, kündigte an, er halte daran fest, die Messe ausrichten zu wollen. Zum Schutz der mehr als 100.000 Teilnehmer würden die Hygienemaßnahmen ausgeweitet, keine Menschen aus der besonders betroffenen Region Wuhan in China auf das Messegelände gelassen sowie Teilnehmer aus der Volksrepublik kontrolliert, ob sie sich zuvor mindestens 14 Tage außerhalb Chinas aufgehalten haben.

Nach ersten Erkenntnissen von Medizinern können infizierte Menschen bis zu zwei Wochen ohne deutliche Symptome mit dem Virus angesteckt sein. In dieser Zeit merken sie teilweise selbst noch kaum Auswirkungen, können das Virus jedoch an andere Menschen in ihrer Umgebung weitergeben.

Der Verband GSMA empfahl den Teilnehmern der Messe, generell keine Hände zu schütteln, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Forscher gehen bislang davon aus, dass das Virus über Tröpfchen übertragen wird, und empfehlen daher die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie gegen eine Ansteckung mit Grippeviren.

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