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VersichererProvinzial Nordwest und Rheinland einigen sich auf Fusion

Der Zusammenschluss der Sparkassen-Versicherer soll rückwirkend per 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Es entsteht einer der größten Assekuranzkonzerne Deutschlands.Elisabeth Atzler, Carsten Herz 25.02.2020 - 17:13 Uhr aktualisiert

Der Versicherer Provinzial Nordwest soll mit dem Nachbarn aus Düsseldorf zusammengehen.

Foto: dpa

Frankfurt. Monatelang haben beide Seiten um eine Einigung gerungen. Nun haben sich die Anteilseigner von Provinzial Nordwest und Rheinland auf eine Fusion der beiden Institute rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres verständigt. „Ich bin sehr froh, dass die beiden Provinzial-Gruppen nach hartem Ringen zu einem guten Kompromiss gefunden haben, mit dem aus meiner Sicht beide Seiten sehr gut leben können“, sagte Wolfgang Breuer, Chef der Provinzial Nordwest.

Durch die Fusion entsteht ein Top-Ten-Versicherer in Deutschland mit einem Beitragsvolumen von über sechs Milliarden Euro. Die Gremien müssen der Einigung nun noch zustimmen. Sobald sie grünes Licht geben, soll der Zusammenschluss umgesetzt werden.

Für das Sparkassenlager ist die Verschmelzung ein wichtiger Schritt. Derzeit gibt es noch elf öffentliche Versicherer, während der wichtigste Sparkassen-Wettbewerber, die Volks- und Raiffeisenbanken, mit einem Versicherer, der R+V, auskommen. Zudem waren mehrere Anläufe für eine Fusion gescheitert. Es ist nun der fünfte Versuch, die beiden Firmen in verschiedenen Konstellationen zusammenzubringen.

Doch auch diesmal erwiesen sich die Fusionsverhandlungen als kompliziert und langwieriger als erwartet. Anteilseigner der Provinzial Nordwest mit Hauptsitz in Münster und der Provinzial Rheinland mit Sitz in Düsseldorf sind mehrere regionale Sparkassenverbände sowie die Kommunen, die über die Landschaftsverbände vertreten werden. Das neue Unternehmen soll als Aktiengesellschaft geführt werden. Sitz der Holding soll Münster sein, dort arbeiten 1800 Beschäftigte. Als Chef des fusionierten Unternehmens ist Wolfgang Breuer vorgesehen.

Schon 2018 hatten die Präsidentin des westfälischen Sparkassenverbands, Liane Buchholz, und ihr rheinländisches Pendant Michael Breuer den Zusammenschluss in Aussicht gestellt. Die Fusion blieb jedoch bis zuletzt umkämpft.
Erst vor wenigen Wochen hatte der Betriebsratschef der Nordwest, Wilhelm Beckmann, neue Forderungen zur möglichen Fusion erhoben.

Der Vorstoß konnte die Verständigung offensichtlich nicht mehr aufhalten. „Die beiden Unternehmensgruppen haben sehr sorgfältig ein Zusammengehen geprüft“, betonte Patric Fedlmeier von der Provinzial Rheinland. Nach Informationen des Handelsblatts ergab die vertiefte Prüfung der öffentlichen Provinzial-Gesellschaften einen unterschiedlichen Wert für beide Unternehmen.

Demnach kamen die Experten auf eine Relation von 57 Prozent für Münster und 43 Prozent für Düsseldorf. Über die genauen Inhalte der wirtschaftlichen Einigung vereinbarten beide Seiten jedoch Stillschweigen.

Eigentlich sollte die Fusion schon früher besiegelt werden. Die Pläne hätten sich jedoch vor allem wegen der forcierten Negativzinsen auf den Kapitalmärkten und des dadurch verlängerten Wertermittlungsverfahrens verzögert. Alle Beteiligten hätten sich den Prozess, „glaube ich, etwas flüssiger gewünscht“, hatte Breuer im Dezember erklärt. Umso größer dürfte das Aufatmen nun über den Durchbruch sein.

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