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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500US-Investoren vertrauen auf Notenbanken – Wall Street schließt deutlich im Plus

Die Anleger an der Wall Street hoffen auf eine Zinssenkung durch die Notenbanken. Der Dow Jones verzeichnet den höchsten Tagesgewinn seit Jahren. 02.03.2020 - 22:43 Uhr

Das Coronavirus bewegt die Märkte.

Foto: dpa

New York. In Erwartung eines koordinierten Vorgehens der Notenbanken gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie haben sich US-Anleger zum Wochenauftakt wieder mit Aktien eingedeckt. Die wichtigsten Indizes schlossen nach den massiven Verlusten der Vorwoche am Montag wieder deutlich im Plus. „Es wird zunehmend davon ausgegangen, dass wir eine koordinierte Aktion der Zentralbanken weltweit sehen werden als Versuch, der Eintrübung durch das Coronavirus zu begegnen“, sagte der Analyst Phil Flynn von Price Futures Group.

Die US-Notenbank Fed hatte am Freitag bereits ihre geldpolitische Handlungsbereitschaft signalisiert, am heutigen Montag zogen die Zentralbanken Großbritanniens und Japans nach, ebenso wie die EZB. Die Ökonomen der Credit Suisse rechnen mit zwei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed in diesem Jahr, wahrscheinlich im März und April.

Der US-Leitindex Dow Jones gewann 5,1 Prozent auf 26.703 Punkte – der stärkste Tagesgewinn seit Jahren. Der technologielastige Nasdaq rückte 4,5 Prozent auf 8.952 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 4,6 Prozent auf 3.090 Punkte zu.

“Die gute Stimmung muss nicht zwingend anhalten. Ein starker Tag ist noch nicht genug“, gibt Dan Morgan, Portfoliomanager vom Vermögensverwalter Synovus zu bedenken. Morgan investiert vor allem in Technologiewerte und rät Anlegern, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die möglichst wenig von der Produktion oder vom Vertrieb in Asien abhängig sind. „Facebook, Netflix und Amazon sind interessant”, sagt er.

In Europa war der Dax zuvor mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 11.858 Punkten aus dem Handel gegangen. Der EuroStoxx50 dagegen erzielte ein Plus von 0,3 Prozent bei 3341 Zählern. Im Handelsverlauf hatten beide Barometer allerdings zeitweise den niedrigsten Stand seit sechs Monaten markiert.

In den USA legte bei den Einzelwerten Apple um mehr als 9 Prozent zu, nachdem die Investmentbank Oppenheimer die Titel auf „Outperform“ hochgestuft hatte. Zur Begründung hieß es, die Produkte und Dienstleistungen des iPhone-Herstellers dürften sich in unsicheren Zeiten als robuster erweisen als die der Konkurrenz. Die jüngsten Kursverluste seien daher eine Gelegenheit zum Einstieg.

rtr, dpa
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