Coronakrise: Hausbanken stimmen 1,8-Milliarden-Euro-Kredit für Tui zu
Der Reisekonzern ist wegen der Krise auf einen Hilfskredit angewiesen.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Hausbanken von Tui machen den Weg frei für den beantragten KfW-Kredit über 1,8 Milliarden Euro. Die staatliche Förderbank hatte dem Reisekonzern die Gelder zwar bereits am 27. März zugesagt, doch für den Überbrückungskredit fehlte bislang noch das Einverständnis der Banken.
Sie stellten dem Reisekonzern aus Hannover bislang Kreditmöglichkeiten über 1,75 Milliarden Euro zur Verfügung, jedoch unter der Bedingung, dass die Nettofinanzverschuldung nicht das Dreifache des Betriebsgewinns (Ebitda) übersteigt. Zudem ist es üblicherweise eine Bedingung der Förderbank KfW, dass die Hausbanken für zehn bis 20 Prozent der KfW-Kredite bürgen.
Tui hatte sich nach den weltweiten Reisebeschränkungen zur Beantragung des KfW-Kredits entschlossen, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abzumildern, bis ein normaler Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie musste Tui wie andere Unternehmen der Branche das Veranstalter-, Flug-, Hotel- und Kreuzfahrt-Programm vorübergehend aussetzen.
„Die deutsche Regierung hat schnell gehandelt, um Arbeitsplätze und Unternehmen in dieser Lage zu unterstützen“, lobte Vorstandschef Fritz Joussen die Hilfsaktion. „Wir bereiten uns jetzt intensiv auf die Zeit nach der Coronakrise vor und sind überzeugt, dass die Menschen auch in Zukunft reisen und andere Länder und Kulturen kennen lernen möchten.“