1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Opel versetzt deutsche Mitarbeiter in französische PSA-Werke

AutobauerOpel versetzt deutsche Mitarbeiter befristet in französische PSA-Werke

Während bei Opel in Rüsselsheim kurzgearbeitet wird, fehlt der Konzernmutter PSA in Frankreich Personal. Opel soll nun mit 150 Mitarbeitern aushelfen.Franz Hubik 12.07.2020 - 08:31 Uhr

Bisher hat sich für die befristete Versetzung kaum mehr als ein Dutzend Freiwillige gemeldet.

Foto: dpa

München. Der Autobauer Opel will bis zu 150 deutsche Fertigungsmitarbeiter „vorübergehend in französische Werke versetzen“, wie es in einem Rundschreiben des Betriebsrats heißt. Laut dem Flugblatt, das dem Handelsblatt vorliegt, haben Management und Arbeitnehmervertreter des hessischen Fahrzeugherstellers eine bis 31. Juli befristete Vereinbarung getroffen, um dem französischen Mutterkonzern PSA (Peugeot, Citroën, DS) für einige Wochen aushelfen zu können.

„Klar ist: Diese temporäre Unterstützung der französischen Werke durch Rüsselsheimer Beschäftigte erfolgt auf rein freiwilliger Basis! Kein Beschäftigter kann gegen seinen Willen gezwungen werden. Und kein Beschäftigter muss einen Grund angeben, wenn er ablehnt“, betont der Betriebsrat in seinem Schreiben.

Zugleich regelt die Vereinbarung, dass Opel-Mitarbeiter nur in Fabriken ins Nachbarland entsandt werden dürfen, in denen 14 Tage lang kein einziger Covid-19-Fall aufgetreten ist. „Sollten diese Grenzwerte während der laufenden Versetzung überschritten werden, werden die Dienstreisen umgehend abgebrochen“, heißt es in dem Flugblatt.

„Wir können bestätigen, dass wir derzeit Fertigungsmitarbeiter suchen, die die Produktion an französischen PSA-Standorten unterstützen“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Wer sich für den Transfer nach Frankreich entschließt, bekommt für die An- und Abreise einen Pkw zur Verfügung gestellt und nächtigt für die Dauer der Entsendung in einem Einzelzimmer im Hotel. Spesen und ausgezahlte Überstunden sollen einen finanziellen Anreiz schaffen. Bisher hat sich allerdings kaum mehr als ein Dutzend Freiwillige gemeldet.

Hintergrund der neuen Reiselust bei Opel ist ein „momentan“ höherer Personalbedarf in den französischen PSA-Werken, heißt es in Rüsselsheim. Tatsächlich mangelt es Opel zugleich in der Heimat an Aufträgen. Nach zwei Monaten Corona-bedingtem Stillstand fuhren die Hessen ihre Produktion in Rüsselsheim am 8. Juni wieder hoch. Doch seit Anfang Juli wird im Opel-Stammwerk schon wieder kurzgearbeitet, heißt es in Konzernkreisen.

Der Grund: Die vor Ort gefertigte Limousine Insignia verkauft sich weiterhin nur schleppend. Weil parallel die Werksferien bevorstehen, sollen die Montagebänder in Rüsselsheim erst wieder am 24. August angeworfen werden, bestätigt ein Firmensprecher.

Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt