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UnruhenViele Festnahmen bei Protesten von Frauen und Studenten in Belarus

Maskierte Sicherheitskräfte unterbrachen die friedlichen Demonstrationen am Samstag. Dabei kamen vor allem junge Menschen in Polizeigewahrsam. 17.10.2020 - 14:09 Uhr Artikel anhören

„Die Solidarität von Frauen und Studenten ist eine große und leuchtende Kraft“, schrieb die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja

Foto: Bloomberg

Minsk. Bei neuen Protesten von Frauen und Studenten in Belarus (Weißrussland) gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat es erneut viele Festnahmen gegeben. Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigten am Samstag, wie maskierte Sicherheitskräfte friedliche Demonstranten packten und abführten. Dabei kamen vor allem junge Menschen in Polizeigewahrsam. Bilder zeigten Dutzende Gefangenentransporter in der Hauptstadt Minsk. Das Menschenrechtszentrum Wesna sprach am frühen Nachmittag von zunächst etwa 30 Festgenommenen.

Hunderte Frauen und Studenten zogen in größeren Gruppen durch Minsk. An den beiden Samstagen zuvor waren die Frauen nur in kleinen Grüppchen unterwegs gewesen, um Festnahmen zu verhindern. Diesmal schlossen sich auch Studenten an, die seit Beginn des Wintersemesters ebenfalls gegen Lukaschenko demonstrieren. Viele schwenkten dabei die historische weiß-rot-weiße Fahne - die Farben der Revolution.

„Die Solidarität von Frauen und Studenten ist eine große und leuchtende Kraft“, schrieb die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja bei Telegram. Die Opposition sieht die 38-Jährige als wahre Siegerin der Präsidentenwahl vom 9. August. Lukaschenko hatte sich nach 26 Jahren an der Macht mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Gewinner erklären lassen. Seither kommt es zu Protesten.

Neben der Opposition gingen am Samstag auch Unterstützer des Präsidenten auf die Straße. Deren Kundgebungen sind im Gegensatz zu den Protesten der Lukaschenko-Gegner erlaubt. Auch Journalisten gerieten wieder ins Visier der Sicherheitskräfte. Der Journalistenverband sprach von mindestens vier Medienvertretern, die vorübergehend in Polizeigewahrsam kamen.

dpa
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