Handelsblatt Karrierecoach: „Mein Team verhält sich in Meetings passiv – wie komme ich aus der Vorturner-Rolle heraus?“
Was tun, wenn die Arbeitstreffen geprägt sind von einer zähen und lähmenden Atmosphäre?
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Düsseldorf. Jede Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle eine Frage zu Job, Gehalt oder Karriere – mit einer Antwort eines unserer renommierten Experten. Wenn Sie auch eine Frage an den Handelsblatt Karrierecoach haben, schicken Sie uns eine Mail an: karrierecoach@karriere.de – wir leiten Ihre Frage anonymisiert an unsere Experten weiter.
Das Problem in dieser Woche:
Coaching-Klient Andreas R. ist Teamleiter in einem Industriekonzern und seit rund zwei Jahren in seiner Rolle. Er leitet eine Abteilung mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ist zunehmend unzufrieden mit der Meetingk-Kultur in seinem Team. Die Termine sind geprägt von einer zähen und lähmenden Atmosphäre. Die Mitarbeiter verhalten sich zusehends passiver.
Sollen neue Projekte und Ideen besprochen werden, entstehen nur selten kontroverse Diskussionen, die das Thema voranbringen. Im diffusen „Meinungs-Einheitsbrei“ folgen die Mitarbeiter meist den Vorschlägen ihres Chefs.
Andreas R. fühlt sich in den Meetings wie ein „Vorturner“ und ärgert sich, dass er seine Mitarbeiter vor sich hertreiben muss und niemand aus eigenem Antrieb Verantwortung übernehmen will. Seine bisherigen Appelle, sich einzubringen, haben eher das Gegenteil bewirkt. Was kann die Führungskraft tun, um mehr Schwung in die Runde zu bringen?