Immobilienkonzern: Deutsche Wohnen verzeichnet nur leichten Ergebnisrückgang
Die Aktionäre sollen für 2020 eine Dividende von 1,03 Euro je Inhaberaktie erhalten.
Foto: ReutersBerlin. Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen ist ohne Kratzer durch die Coronakrise gekommen. Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (FFO I) gab im vergangenen Jahr leicht auf 544,1 (Vorjahr: 553,1) Millionen Euro nach, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Die Aktionäre sollen für 2020 eine Dividende von 1,03 Euro je Inhaberaktie erhalten. Den Wert des Immobilienportfolios konnte Deutsche Wohnen erhöhen – es verzeichnete eine Wertsteigerung von rund 1,9 Milliarden Euro.
Belastet wurde die Bilanz indes durch den Berliner Mietendeckel. Dieser sorgte im vergangenen Geschäftsjahr für einen Rückgang der Bestandsmiete im Gesamtportfolio um 4,1 Prozent auf durchschnittlich 6,70 Euro pro Quadratmeter. Für 2021 rechnet das Management mit einem stabilen FFO I auf Vorjahresniveau.
Der Konzern will 2021 angesichts hoher Preise für Bestandsimmobilien vor allem über Neubauten wachsen. „Bei anorganischem Wachstum bin ich sehr zurückhaltend“, sagte Finanzchef Philip Grossem in einer Telefonkonferenz. In den Wohnimmobiliensektor sei auch während der Corona-Pandemie sehr viel Geld geflossen. „Wir haben erneut eine Preissteigerung gesehen“, betonte er: „Die Preise machen es uns zunehmend schwieriger (..) ein Preisgefüge zu finden, in dem wir über den Zukauf von Bestandsimmobilien wachsen können.“ Neubauten seien interessanter.