Neuemission: Aktie von Deliveroo bricht bei Börsendebüt um bis zu 30 Prozent ein
Zum Ausgabepreis wurde der Lieferdienst mit 7,6 Milliarden Pfund (umgerechnet 8,91 Milliarden Euro) bewertet – bereits weniger als ursprünglich angepeilt.
Foto: AFPLondon. Die Aktie des britischen Essenslieferdienstes Deliveroo ist bei ihrem Debüt auf dem Londoner Parkett eingebrochen. Der erste Börsenkurs notierte am Mittwoch bei 331 Pence und damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 390 Pence. Danach startete das Papier eine Talfahrt und weitete noch in den ersten Minuten die Verluste auf 275 Pence aus, was einem Minus von 30 Prozent entspricht. Gegen Mittag notierte das Papier bei 299 Pence.
Zum Ausgabepreis wurde Deliveroo mit 7,6 Milliarden Pfund (umgerechnet 8,91 Milliarden Euro) bewertet – bereits weniger als ursprünglich angepeilt – und stemmte damit den größten Börsengang in London seit einem Jahrzehnt und den größten eines Technologieunternehmens aller Zeiten in der britischen Hauptstadt.
Einige der größten Vermögensverwalter in Großbritannien hatten bereits angekündigt, dass sie sich nicht an der Emission beteiligen würden, weil die Behandlung der Kuriere nicht mit den Kriterien für verantwortungsvolles Investieren übereinstimme. Hunderte von Essensauslieferern wollen in der kommenden Woche für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen protestieren.