Interview mit Sabine Schmittroth: Commerzbank-Vorständin: „Wir werden uns die Höhe der Freibeträge immer wieder anschauen“
Langwieriger Konzernumbau.
Foto: imago/Jan HuebnerFrankfurt. Die Commerzbank hat derzeit an vielen Baustellen zu kämpfen: Wegen der Querelen und mehrerer Rücktritte im Aufsichtsrat musste die Hauptversammlung des Instituts verschoben werden. Die Coronakrise und niedrige Zinsen belasten die Ertragslage des Instituts, das mitten in einem tiefen Umbau steckt.
Die Commerzbank-Vorständin Sabine Schmittroth nimmt beim Umbau der Commerzbank eine Schlüsselrolle ein. Als Arbeitsdirektorin soll sie 10.000 Stellen im Institut streichen, seit Oktober kümmert sie sich außerdem noch um das Privatkundengeschäft – und damit um sensible Themen wie Filialschließungen und Negativzinsen für Privatkunden. Vor einigen Monaten senkte die Bank die Schwelle, ab der Kunden ein Verwahrentgelt für Einlagen zahlen müssen auf 100.000 Euro.
Doch dieser Freibetrag könnte perspektivisch noch weiter sinken, deutet Schmittroth im Gespräch mit dem Handelsblatt an: „An die breite Privatkundschaft werden wir keine Negativzinsen weitergeben. Aber die Frage ist, wo das Ende der Breite ist“, sagt sie. „Daher werden wir uns die Höhe der Freibeträge immer wieder anschauen.“